Föhr : Wann ist eine Düne eine Düne?

Geraten in Schieflage: Radtouristen auf dem Deich vor Greveling.
Geraten in Schieflage: Radtouristen auf dem Deich vor Greveling.

Frühjahrs-Deichschau: Sand behindert Radfahrer und Spaziergänger. Ob er entfernt werden darf, ist nicht sicher.

shz.de von
31. Mai 2018, 12:00 Uhr

„Die Föhrer Deiche haben die Herbst- und Wintermonate gut überstanden“– zu diesem Ergebnis kamen die Teilnehmer der Frühjahrsschau, die unter Leitung der Baubetriebsleiterin Tanja Nicolaysen vom Landesamt für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) stattfand. An dieser turnusmäßigen Kontrolle des insularen Küstenschutzes nahmen neben den Deichgrafen auch Vertreter des Kreises Nordfriesland, der Stadt Wyk, des Amtes Föhr-Amrum, des Deich- und Sielverbandes und dieses Mal sogar der Bundeswehr teil. Wenn auch keine größeren Mängel zu beanstanden waren, wurden doch einige Wünsche zum Küstenschutz laut. Dabei ging es auch um den Grevelingdeich, wobei allerdings mehr dessen Bedeutung für den Fremdenverkehr angesprochen wurde. Der Deich ist Richtung Nieblum so stark vom Sand bedeckt, dass er nur noch an der Schrägseite passiert werden kann. „Das ist weder für Fußgänger noch für Radfahrer angenehm“, betonte der Geschäftsführer des Deich- und Sielverbandes, Hark Ketelsen. Deshalb sei der Wunsch geäußert worden, den Sand in diesem Bereich zu entfernen. Nicht geklärt werden konnte an Ort und Stelle, ob die Sandanwehung schon als Düne zu bezeichnen sei, was sich negativ auf die Erfüllung der Tourismuswünsche auswirken würde.

Erfreut konnten die Deichschauer feststellen, dass sich die Qualität der Grasnarbe im Bereich des Oldsumer Schöpfwerkes gebessert hat. „Das Kalken dieses Bereiches am Deich hat sich sehr positiv ausgewirkt und soll auch fortgesetzt werden“, so Ketelsen. Weniger zufrieden fiel die Meinung zum Zustand der Lahnungen im Bereich von Oevenum aus. Dieses Gebiet wird schon seit Jahren bei den Schauen kritisch erwähnt, doch es scheint, so der Geschäftsführer des Föhrer Verbandes, dass dem Lahnungsbau zur Zeit nicht sehr viel Interesse gewidmet werde. Bemängelt wurde in diesem Zusammenhang auch, dass auf Föhr zu wenig Wasserbauwerker im Einsatz seien. „Wir meinen, dass die Zahl der Mitarbeiter des LKN auf Föhr erhöht werden müsste“, so Ketelsen.

Angesprochen wurde schließlich auch die Deichverstärkung bei Utersum, die allerdings mit der eigentlichen Deichschau nichts zu tun hat. Die vorbereitenden Arbeiten schreiten voran, ist zu erfahren, wobei es noch keinen ein endgültigen Termin gebe.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen