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wyker turnerbund : Wachgeküsst aus dem Dornröschen-Schlaf

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Leichtathletik-Sparte des WTB blickt auf erfolgreiche Jahre zurück. Die liegen allerdings weit zurück, denn die Sportart lag im Verein lange Zeit brach.

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erstellt am 09.Dez.2013 | 19:49 Uhr

Die Leichtathletik-Sparte des Wyker Turnerbundes blickt auf erfolgreiche Jahre zurück. Die liegen allerdings weit zurück, denn die Sportart lag lange Zeit im Dornröschenschlaf. Am Grenzlandtreffen in Leck, dem Sportfest in Tondern oder den Kreis- und Landesmeisterschaften nahmen in früheren Jahren regelmäßig WTB-Athleten teil. Und im Jahr 1969 gehörten sechs Sportler des Wyker Vereins zu den Kreisbesten. 21 Kreismeistertitel konnten seinerzeit von den Männern, Frauen und Jugendlichen errungen werden, von denen elf an den WTB gingen; zwei Namen tauchten sogar in der Landesbestenliste auf.

Eine erfolgreiche Zeit, in der das Training lange Jahre von Margot Tramm, Steffen Andresen oder Walter Fraemke geleitet wurde, der die Sparte von 1964 bis 1982 auch leitete. In der Zeit Fraemkes, der seit 65 Jahren Mitglied des Vereins und ein Urgestein der Leichtathletik ist, fielen etwa Erfolge der B-Jugend, die 1978 norddeutscher Mannschaftsmeister im Fünfkampf wurde.

Für rund zwei Jahrzehnte kam die Sparte dann fast zum Erliegen. Zwar wurde nach wie vor regelmäßig das Sportabzeichen abgenommen, das früher vorrangig Leichtathletik beinhaltete und im vergangenen Jahr um andere Disziplinen erweitert wurde. Der Wettkampfsport allerdings lag brach. Übungsgruppen, in denen Jugendliche unter Anleitung trainierten und in der Folge an Vergleichen teilnahmen, gab es lange Jahre nicht.

Eine Situation, die sich 2008 änderte, als der heutige Trainer und Spartenleiter in Personalunion, Ivo Gründler, die Gruppe übernahm. Seither ist man im Schnitt bei zehn Wettkämpfen jährlich dabei, unter anderem bei den Kreismeisterschaften in der Halle und im Freien oder bei den jährlich stattfindenden Kreise-Vergleichskämpfen. Nordfriesland, Flensburg und Schleswig-Flensburg heißen hier traditionell die Kontrahenten. Zu dem sportlichen Vergleich, den Nordfriesland seit 2008 ununterbrochen für sich entscheiden konnte, werden die drei Besten ihrer Disziplinen aus dem jeweiligen Kreis eingeladen. Und dann sind da noch die Landesmeisterschaften, bei denen der WTB ebenfalls regelmäßig vertreten ist. Erfolgreich, wie mit Jan (M 14) und Richard Wildeman (M 12) zwei Mehrkampflandesmeister in diesem Jahr eindrucksvoll dokumentieren.

Erfolge kann auch der Trainer vorweisen, der selbst aktiver Leichtathlet seit frühester Kindheit ist und den Wurf und den Mehrkampf zu seinen Paradedisziplinen zählt: Im vergangenen Jahr etwa wurde er Landesmeister im Senioren-Fünfkampf.

Während im Sommer auf dem Sportplatz trainiert wird, findet das Training im Winter in der Halle statt, wo konditionelle Grundfähigkeiten als Vorbereitung für die Sommersaison trainiert werden. Dazu kommen Sprintfähigkeit, Sprungkraft, Wurf- und Stoßtechnik sowie die Hürdentechnik.

„Im Freien ist die Sparte relativ breit aufgestellt“, nennt der Coach die Disziplinen Kugelstoßen, Speer-, Diskus- und Ballwerfen, Weit- und Hochsprung sowie den Hürdenlauf. Dazu kommen Sprints über alle Kurz- sowie die Mittelstrecke und – ganz wichtig – die Mehrkämpfe. „Wobei wir bei den Jungs noch keinen Zehnkampf-Teilnehmer gestellt haben“, so Gründler, allerdings nahmen die älteren Mädchen in diesem Jahr an einem Siebenkampf teil, der Königsdisziplin bei den Frauen.

Gut 30 Mitglieder zählt die Sparte derzeit, die in den vergangenen Jahren wieder Kreismeistertitel gewinnen konnte. Trainiert wird momentan montags von 16.30 bis 18 Uhr (die Jüngeren) und 18.15 bis 19.45 Uhr in der Halle am Schulzentrum. Der nächsten große Wettkampf findet am 4. Januar in Bredstedt statt. Und ebenfalls im Januar stehen die Hallen-Landesmeisterschaften der U 20 und U 16 in Hamburg auf dem Programm.


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