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„Mein himmlisches Hotel“ : Vox-Serie zu Gast auf Amrum

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Birgit Koch und Hinrich Friedrichs sind eine Woche in der Hotel-Serie des Senders Vox zu sehen. Start ist am Montag.

Als Nichtfernsehgucker muss man Birgit Koch vom Hotel Restaurant Friedrichs in Nebel gleich nochmal extra bewundern: Die 45-Jährige wagte sich mit ihrem Lebensgefährten Hinrich Friedrichs und dem Hotel, was sie beide führen, ins Rennen eines Privatsenders um das himmlischste Hotel. Am kommenden Montag, 24. November gehts los: um 17 Uhr auf Vox. Was können sie da Böses erwarten, überlegt man ängstlich und hofft, dass sich die beiden sympathischen Menschen in ihrem wirklich himmlischen Hotel nicht zerreiben lassen zwischen Quotenmätzchen, abwegigen Staubsuch-Attacken und Ich-bin-ein-Star-mach-mir-Frühstück-Allüren. „Ach, was“, sagt Birgit Koch, und lacht ganz offen, „ich hab’ nichts zu verlieren, man muss zu sich stehen.“ Man glaubt der natürlich strahlenden Blonden sofort, dass sie sich nicht um einen Deut verstellen wird, nur weil die Kamera dies von ihr verlangt, dass sie keine Blume gerade rücken und keine Kerze am Zerlaufen hindern wird, wenn sie und Hinrich Friedrichs als erste von insgesamt vier Hotelbesitzern die anderen für eine Nacht bei sich aufnehmen und sich am nächsten Morgen bewerten lassen.

„Die Crew war knapp drei Tage da, aber der Dreh hat sich angefühlt wie drei Wochen“, sagt Koch und hat noch in bester Erinnerung wie sie lernen musste, Türklinken gaaanz laaaangsaaam nieder zu drücken, damit die Kamera den Spirit des Langsam-Türklinken-Drückens einfangen konnte. Interessant fand sie auch die sogenannten „zuhörenden Bilder“, wenn die Kamera jeweils eine bestimmte Mimik festhält (bitte gucken Sie erstaunt / traurig / gelangweilt / wütend / neidisch / verliebt), und diese Sequenzen später in dem Beitrag überall dort auftauchen, wo es den Machern dramaturgisch wertvoll schien. Birgit Koch kann darüber wieder nur herzlich lachen.

Sie hatte Spaß, hat sich aber auch geärgert und ihrer Enttäuschung dann auch Luft gemacht. Die Kandidaten bewerten sich mündlich, schriftlich und mit Punkten. „Natürlich geht es da auch ungerecht zu, und man kann dann nur zugucken – auch als Teilnehmer.“ Als eine besondere Herausforderung empfand Koch die große Hoteliersfrage: Welchem Gast gebe ich welches Zimmer? Die Kapitänssuite mit kleiner Terrasse und großer Badewanne für die „Paradisvögel“ aus Büsum – oder doch lieber Suite sieben mit Blick über die Reetdächer nach Föhr? „Wir waren ja die ersten, die alle empfangen mussten“, sagt Koch, „und kannten daher noch niemanden. Da hatten es die anderen an den folgenden Tagen natürlich etwas leichter.“

Anyway ... wenn es, laut Sendungsreihenfolge, am Montag auf Amrum losgeht und die ganze Bagage bis Donnerstag zu den anderen Häusern nach Husum, Büsum und Stade weiterzieht, ehe am Freitag das große Finale steigt, ist man auf Amrum ganz nah am Bildschirm. „Unsere Nachbarn im Ort haben schon ein Public-Viewing-Event vorgeschlagen“, sagt Koch und lacht. „So mit Zelt und allem, für Amrumer und unsere Gäste.“

Birgit Koch ist ein Bauchmensch und bleibt es auch vor der Kamera. „Wenn die mich fragen, wie ich glaube, in diesem oder jenem Zimmer schlafen zu können, kann ich doch nicht gleich antworten. Wohlfühlen hat schließlich was mit Gefühl zu tun. Und Gefühl braucht Zeit, hab’ ich denen gesagt!“

Apropos Gefühl: Da sich Koch und Friedrichs vor noch nicht allzu langer Zeit kennen und lieben lernten, wurden sie von den Kameraleuten sofort für die Position des verliebten Kuschelpärchens besetzt. „Tür auf, Kamera rein, und ich und Hinrich gefälligst unter der Bettdecke beim Kuscheln, das war Kameramanns Superwunsch“, lacht Koch. „Stattdessen saß Hinrich schon in Lederjacke auf dem Balkon und ich, schön inszeniert, mit Handtuchturban und Gurkenmaske im Bad“, sagt Koch, die es gar nicht mag, wenn sie sich so verstellen soll. „Merkt doch jeder, wenn da dann einer mit Lederjacke unter die Bettdecke schlüpfen und ein Guten-Morgen-Rumgekuschel mimen soll.“

Aber egal wie das ganze TV-Spektakel ausgeht: gewonnen haben Koch und Friedrichs sowieso. Denn sie haben nicht geschauspielert, haben nicht die Zimmer der anderen Mitbewerber auseinander genommen und Schränke von Wänden gerückt, um stecknadelkopfgroße Fettfleckchen oder Staubflöckchen im Gegenlicht zu suchen. „Wir waren nett, ehrlich und fair“, sagt Koch, die für sich darauf bestand, die Zimmer mit Gästeaugen zu sehen und nicht mit den Argusblicken eines professionellen Hoteltesters.

Tatsächlich war die Fernsehcrew ganz angetan von der Gruppe. „Es sei das emotionalste Ende, was sie je gehabt hätten“, sagt Koch und lacht. Als Nichtfernsehgucker wird man jetzt doch mal rein gucken. Denn irgendwie klingt das alles nach den „Gewinnern der Herzen“.

Los geht's am kommenden Montag, 24. November, um 17 Uhr. Weitere Folgen von Dienstag bis Donnerstag. Finale ist am Freitag.

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