Grundschulen auf Föhr : Von Tarzan und der Spinne Tarantella

Gespannt lauschen die Kinder dem Künstler.
Gespannt lauschen die Kinder dem Künstler.

Der Liedermacher Matthias Arndt begeistert die Kinder auf Föhr-Land. Morgen gibt es einen weiteren Auftritt in Wyk.

shz.de von
21. Mai 2015, 17:30 Uhr

Schule ist so interessant und abwechslungsreich – das zumindest können die Grundschüler der Insel bestätigen, denn der Schulalltag wird in regelmäßigen Abständen von kleinen „Leckerchen“ aufgelockert: So durften sich die Schüler der Grundschule Föhr-Land über den Besuch des Berliner Liedermachers Matthias Arndt freuen, der mit Gitarre und Stimme und vielen lustigen Liedern im Gepäck dem Nachwuchs eine Musikstunde der ganz besonderen Art bescherte. Obwohl die Lieder den Schülern unbekannt gewesen sein dürften, versuchten viele, spontan mitzusingen. Und wenn Arndt einen sportlichen Mann besingt, der „das kann, was keiner im Harz kann“, so wird das Rätsel im Chor mit lautem „Tarzan“ kollektiv schnell gelöst. Fehlen im Programm durfte natürlich auch nicht der steinalte Professor Tarantella, ein Urgestein von Spinnentier, das seinen 100. Geburtstag feiert und bei Musik so richtig ins Schwofen gerät und seine acht Beine um sich schwingt. Selbstverständlich schwingt das eine oder andere Schülerbein da auch mit …

„Lieder zu machen ist meine Berufung“, erzählt der Künstler bescheiden, der gemeinsam mit seiner Ehefrau die Tage nutzt, um das ihm bis dato unbekannte Eiland zu erkunden; der Kontakt zur Insel Föhr sei über die Föhrer Familie Weißbach zustande gekommen, so Arndt. Vielleicht wird die Insel zu weiteren musikalischen Ideen inspirieren, denn einige Lieder seien aus witzigen Anlässen heraus entstanden, verrät die Ehefrau des Künstlers. Als beispielsweise ein Garten angelegt wurde und sich plötzlich ein Salat fressendes kleines Monster einfand, kam die Idee vom Rau(p)tier und viele Kinderlieder hätten ihren Ursprung in der Zeit, als die eigenen Kinder klein waren. So wie das vom Insekt Fliegerich, der gern dort ein Haustier wäre, wo absolutes „Klatschverbot“ herrscht.

Dieses Verbot herrschte glücklicherweise nicht in der Musikstunde, so dass die Schüler ihre Begeisterung auch mit Applaus zum Ausdruck bringen konnten.

Übrigens: Die Wyker Grundschulkinder dürfen sich auf den Liedermacher noch freuen. Am Freitag tritt Matthias Arndt nämlich auch in der Rüm-Hart-Schule auf.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen