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Im Wyker KIno : Von Mäusen, Spatzen und Küsten

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Das Greenscreen-Naturfilmfestival kommt zum dritten Mal nach Föhr. Gezeigt werden die Kandidaten für den sh:z-Publikumspreis.

„Sag mir wie du wohnst – und ich sage dir, wer du bist.“ Dieses Sprichwort offenbart nur allzu menschliche Züge, spiegeln doch Wohnort, Art des Domizils und Einrichtungsstil oft sehr deutliche Züge seines Bewohners wider. Dass dieses Zitat allerdings im selben Maße sehr tierisch ist, das belegt Regisseur Kurt Mayer in seinem Naturfilm „Planet der Spatzen“ eindrucksvoll. „Auf kaum eine andere Tierart trifft dieser Satz besser zu“, sagt Mayer, sein Film offenbart dies durch spektakuläre Bilder. In sechs Metropolen dieser Welt hat Kurt Mayer gefilmt, in denen die Spatzen ihre Bauplätze und Lebensweisen auf vielfältigste Art und Weise an die von den Menschen vorgegebene Architektur angepasst haben.

Zu sehen sind dieser und noch zwei weitere Filme am Freitag 22. August, bei einer Matinee im Wyker Kino. Zum dritten Mal macht dann das Eckernförder Naturfilm-Festival „Greenscreen“ Station auf Föhr und präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Wyker Kinobesitzer Thomas Dethlefsen die drei Filme, die für den Publikumspreis des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags nominiert sind.

Auch in diesem Jahr war Dethlefsen sofort bereit, dem publikumsstärksten Naturfilmfestival in Europa seinen Saal zur Verfügung zu stellen. Er ermöglicht es so, dass auch auf der Insel die beeindruckenden Filme auf der großen Kinoleinwand gezeigt werden können. Das Publikum kann dann nach der Vorführung, die um 10.30 Uhr beginnt, auf Stimmzetteln seinen Favoriten für den mit 1000 Euro dotierten sh:z-Preis ankreuzen, der am 6. September auf Gut Altenhof bei Eckernförde übergeben wird

Seinen Bewohner aufgrund der charakteristischen Bauweise und Inneneinrichtung zu erkennen, das geht genauso gut auch beim zweiten Hauptdarsteller der Filmtour. Nur dass im Gegensatz zum Spatz die wenigsten von uns bisher eine Haselmaus in ihrem natürlichen Lebensraum gesehen haben dürften – schließlich ist das kaum daumengroße Tier sehr selten, sehr scheu und in freier Wildbahn sehr schwer zu entdecken. Der Naturfilmer Joachim Hinz fand die Haselmaus in ungewohntem Terrain, nämlich auf einem Golfplatz, und legte sich auf die Lauer. Schließlich ist die Haselmaus nur fünf Monate im Jahr aktiv und dann auch ausschließlich nachts. Das Ergebnis ist der mitreißende und hinreißende Film „Kleiner Langschläfer hellwach – Die Haselmaus“, der zweite Film der diesjährigen Greenscreen-Filmtour.

Einen paradiesischen Lebensraum haben sich die Charaktere des dritten Films ausgesucht. Kameramann und Regisseur Christoph Hauschild begab sich für seinen Naturfilm „Wildes Baltikum – Die Küste“ an die menschenleeren Küsten der baltischen Ostsee und traf dort auf eine faszinierende Tierwelt. Bewohner aus polaren Gebieten ebenso wie aus südlichen Gefilden konnte er mit seinen Kameras einfangen, darunter Kegelrobben und Seeadler, Konik-Wildpferde und Luchse sowie seltene Vogelarten wie die Blauracke, den Wendehals oder den Wiedehopf.

Das Publikum hat also auch in diesem Jahr bei der Abstimmung die Qual der Wahl.

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