Föhr : Von Anna bis Wögen

Die Autorinnen Uta Marienfeld, Maggy Fischer und Kerrin Ketels mit ihrem vierbeinigen Assistenten (von links).
Die Autorinnen Uta Marienfeld, Maggy Fischer und Kerrin Ketels mit ihrem vierbeinigen Assistenten (von links).

Neues Projekt der Ferring-Stiftung: Ein Alphabet für kleine Friesen.

shz.de von
17. August 2018, 16:00 Uhr

Manchmal kommen gute Ideen einfach so, sie warten im Grunde nur darauf, in die Tat umgesetzt zu werden: So gab es noch viele schöne Illustrationen von Margret „Maggy“ Fischer, die in dem Buch „Aarebaare Lungesnaare“, das kürzlich in der Ferring-Stiftung in Alkersum vorgestellt wurde (wir berichteten) keinen Platz mehr fanden. Diese waren viel zu schade, um in einer Schublade zu verschwinden, so formulieren es die Stiftungs-Mitarbeiterinnen Uta Marienfeld und Kerrin Ketels. Und Karin Lambertsen, die in der Stiftung unter anderem für den Verkauf zuständig ist, hatte festgestellt, dass kleine Bücher gerne als Mitbringsel gekauft würden, am besten zweisprachig – friesisch mit Übersetzung. Diese Erfahrung gab sie an die Kollegen weiter.

Die kleine wissbegierige Marienfeld-Tochter, so ein weiterer glücklicher Umstand, ist stolze Besitzerin von mindestens 50 Pixi-Büchern, so dass schnell die Idee entstand, Entsprechendes selbst zu gestalten, in friesischer Sprache und selbstverständlich mit deutschen „Untertiteln“. So können auch kleine Nicht-Friesen die Texte verstehen. „Diese Altersgruppe von drei bis sechs hatten wir bisher noch nicht abgedeckt“, so Marienfeld, die sich freut, diese Lücke nun schließen zu können.

Viele Buchstaben-Zeichnungen waren dank Maggy Fischer schon vorhanden, so dass nur noch ergänzt werden musste. Und wer die rührige Illustratorin kennt, weiß, dass sie nur „angetippt“ werden muss und schon sprudelt es aus ihr heraus.

Entstanden ist ein lustiges Kleinkinderbuch, das anhand von Kindernamen das ABC vorstellt. „Wir wollten, dass sich Kinder angesprochen fühlen, deren Namen auch tatsächlich auf Föhr und Amrum in der Altersstufe vorkommen“, erklärt Ketels, während Marienfeld ergänzt, dass sie von „Anna“ bis „Wögen“ eigentlich ein Kind zu jedem Namen vor Augen habe.

Innerhalb von drei Monaten ist das Projekt „Flenerk jongensbuken, numer 1“ entstanden. Und wer mit einer Nummerierung anfängt, plant eine Fortsetzung: Ideen für Zahlen, Farben oder Formen gebe es schon wieder, verraten Ketels und Marienfeld. Derweil beweist Maggy Fischer, dass sie ihre Hausaufgaben schon gemacht hat, bevor sie überhaupt aufgegeben wurden und zaubert wundervolle Zeichnungen zum Thema Zahlen hervor. Ihr überraschten Kolleginnen sind mehr als begeistert und bestätigen der bescheidenen Zeichnerin einstimmig: „Ohne Maggy wäre das alles nicht möglich gewesen!“


„Min fering-öömrang ABC“ gibt es ab sofort in der Ferring-Stiftung und online unter https://friiskshop.de.



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