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Insel-Bote

13. Dezember 2017 | 01:27 Uhr

Schul-Besuch : Vom Mobbing und den Folgen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Carsten Nissen von der Polizei in Niebüll besuchte zwei Wochen lang die Eilun-Feer-Skuul und klärte über Jugendkriminalität und deren Folgen auf.

shz.de von
erstellt am 23.Sep.2015 | 20:00 Uhr

Immer wieder hört man von Kindern, die nicht wissen, was sie tun oder was sie dürfen. Die Drogenstatistik der Bundesregierung zeigt auf, dass Jugendliche immer früher anfangen zu rauchen und zu trinken. Der Gefahren sind sie sich oftmals nicht bewusst, sie wollen nur cool wirken. Um genau hier Aufklärungsarbeit zu leisten, besuchte Carsten Nissen von der Polizei in Niebüll zwei Wochen lang die Eilun-Feer-Skuul (EFS).

In den fünften, siebten und neunten Klassen behandelte er die Themen Jugendkriminalität und deren Folgen, Mobbing in den neuen Medien und den Missbrauch von Drogen. Nicht nur Nissen hat dabei den Unterricht gestaltet, auch die Schüler konnten immer wieder Themen einbringen, die sie interessierten. So kam man zum Beispiel auf die theoretisch möglichen Folgen von Klingelstreichen oder die Folgen von Mobbing zu sprechen.

Seit zwölf Jahren fährt der Polizist bereits von Schule zu Schule, um mit den Jugendlichen über aktuelle Probleme zu sprechen. „Ich finde es gut, meine Erfahrungen weitergeben zu können. Ich hatte durch meine Arbeit immer wieder mit Kindern zu tun und es hat mir stets viel Spaß gemacht“, berichtet Carsten Nissen, dass er durch Lehrgänge und Learning by Doing das Notwendige Wissen erlangt habe.

Aber nicht immer verlaufen seine Schulbesuche reibungslos. „Manchmal merkt man, dass Kinder Gewalt im Elternhaus erfahren haben. Und manchmal habe ich Extremfälle, bei denen bereits Fünftklässler Drogen nehmen.“ Das sei dann schockierend, aber glücklicherweise nicht der Alltag.

Für Carsten Aulbach, Unterstufenleiter der Schule, ist der Besuch des Beamten an der EFS sehr wichtig: „Er redet mit den Kindern über Themen, die ein Lehrer schlecht mit den Schülern behandeln kann.“ Zudem sei es viel authentischer, wenn ein Polizist aus seinen eigenen Erfahrungen berichte, als wenn der Lehrer dies versuche. Und die Rückmeldungen der Schüler seien durchweg positiv.

Und auch die Schulsozialarbeiterin Ute Lorenzen findet den Besuch gut: „Ein Polizist hat einen ganz anderen Zugang zu den Kindern.“ Die Aktion sei übrigens durch die örtliche Polizei angestoßen worden. Sie habe vorgeschlagen, dass Carsten Nissen ja mal an die EFS kommen könne. Da wurde natürlich nicht lange gezögert.

Für Nissen waren es zwei erfolgreiche Wochen an der Schule. Sein Unterricht sei gut angekommen und er habe konstruktive Gespräche geführt. Eine Neuauflage scheint wahrscheinlich. Und auch für die Schüler haben sich die zwei Wochen gelohnt: Sie wissen nun, dass übermäßige Klingelstreiche zu einer Ermahnung der Polizei ober sogar Geldstrafen führen können und dass ein Smartphone, wenn damit unerlaubt Bilder ins Internet gestellt wurden, eingezogen und zerstört werden kann.

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