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gelungenes fest : Vielseitiges Programm beim Fering Inj

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Trachtentänze, launige Reden und viele Dankesworte prägten die Veranstaltung: Die Stimmung beim diesjährigen Fering Inj war hervorragend.

„Maad jam uk noch wed, hoker det ales as?“, fragte Margret Ketelsen, und stellte die Mädchen vor, die in ihrer Jugendtrachtengruppe tanzen. Dazu auch gleich die Großeltern, damit alle Besucher des „Fering Inj“ im Bilde waren. Die Mädchen zeigten zur Einstimmung einige Tänze und hatten sichtbar ihre Freude daran.

Carl Rickmers, Vorsitzender des Fering Ferian, konnte in Utersum rund 70 Gäste begrüßen, darunter die langjährigen Begleiter von der Universität in Kiel, Dr. Alastair Walker und Ommo Wilts, die auch nach ihrer Pensionierung den guten Draht zum friesischen Föhr pflegen. Aber auch Frank Nickelsen, Geschäftsführer des Friesenrates (Nord) und der Amrumer Verleger Jens Quedens mit Ehefrau Kirsten hatten sich aufgemacht, um mit den „Feringen“ ein schönes Fest zu feiern.

Rickmers fragte: „Hü gungt det widjer? Wurt det ringer mä a spriik an a fering oort an wiis?“ (Wie geht es weiter? Wird es schlechter mit der Sprache und der friesischen Lebensart?) und beantwortete seine Frage nach einigen Ausführungen selbst, indem er festhielt: „A fering rut as stark an sünj.“ (Die friesische Wurzel ist stark und gesund.).

Jens Quedens, seit 40 Jahren Mitglied des Fering Ferian, überreichte zehn friesische Kinderliederbücher als Geschenk für den Kindergarten in Süderende und rief auf, die Freundschaft zwischen Föhr und Amrum zu pflegen. So manches Hoch wurde ausgebracht und viele Dankesworte ausgesprochen. So dankte Alastair Walker seinen friesischen Partnern, die bei den Exkursionen immer wieder für interessante Begegnungen und Informationen gesorgt hätten. Er habe es manchmal richtig schwer gehabt, seine Studentinnen und Studenten wieder mit nach Kiel zu bekommen, sagte Walker.

Neben einigen launigen Beiträgen wies Hebamme Kirsten Rickmers in einer emotionalen Rede darauf hin, dass die Geburtshilfe auf Föhr eventuell vor dem Aus stehe, weil die Haftpflichtversicherungsprämien für die Hebammen ab dem 1. Juli unbezahlbar werden würden. Dann würden, vergleichbar wie auf Sylt, kein Föhrer und keine Föhrerin mehr auf Föhr geboren; Schwangere und junge Familien hätten das Nachsehen. Rickmers appellierte eindringlich an die Föhrer, sich dafür einzusetzen, dass es nicht dazu kommt.

Ella Christiansen, Hauptorganisatorin des Festes, bedankte sich bei allen „suarthöödeten“ (zu deutsch „Schwarzköpfigen“; gemeint sind alle Trachtenträgerinnen mit ihren schwarzen Kopftüchern) aus Wyk, Oevenum/Midlum, Utersum und Oldsum, die gemeinsam tanzten und mit ihrer Tracht für einen würdigen Rahmen sorgten.

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erstellt am 01.Feb.2014 | 10:00 Uhr

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