Kontrollen des Ordnungsamts : Viele Verkehrssünder auf Föhr erwischt

Freie Fahrt? Die Wyker 'Fußgänger'-Zone gestern Nachmittag. Foto: pk
Freie Fahrt? Die Wyker "Fußgänger"-Zone gestern Nachmittag. Foto: pk

Radler auf der Promenade. Hunde traben ohne Leine durch die Fußgängerzone. Autofahrer parken, wo es ihnen passt. Wyk hat ein Problem mit Verkehrssündern.

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25. November 2012, 03:21 Uhr

Wyk | Dass das Radfahren auf der Promenade und in der Fußgängerzone in Wyk auf Föhr von 10 bis 22 Uhr verboten ist, hat sich offenbar immer noch nicht überall herumgesprochen. Denn Mitarbeiter des Ordnungsamtes haben , wie dessen Leiter Jörg Michelsen in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen berichtete, 246 Radfahrer angehalten, überwiegend, so Michelsen, auf der Promenade. Auch außerhalb der Fußgängerzone seien Radfahrer unangenehm aufgefallen, "sehr viele haben wir darüber belehren müssen, wie man eine Einbahnstraße befährt". Doch Radfahrer und unzählige Falschparker - Michelsen in der Sitzung: "Allein in den letzten zwei Tagen waren das rund ums Amtsgebäude 250" - waren nicht die einzigen Sünder. Michelsens Mitarbeiter hatten es auch in 23 Fällen mit Hundehaltern zu tun, die ihre Vierbeiner ohne Leine am Strand und in der Innenstadt laufen ließen.
Das Radfahren in der Fußgängerzone bleibe ein Problem, räumte der Vorsitzende des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen, Dr. Manfred Hinrichsen, jetzt in der Einwohnerversammlung ein und konnte sich dabei eine Spitze gegen den Seniorenbeirat nicht verkneifen, der sich lange vehement dagegen gewehrt hatte, das Radfahren in der Innenstadt und auf der Promenade nachts und am Morgen zu erlauben. "Die meisten, die sich nicht an die Regeln halten, sind Einheimische und darunter sind sehr viele Senioren", so Hinrichsen.
Nicht nur Polizei und Mitarbeiter des Ordnungsamtes sorgen für (Verkehrs)-Sicherheit in der Stadt, auch in der Saison 2012 waren in Wyk zusätzlich nachts Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes unterwegs. Deren Einsatz sei sogar von fünf auf siebeneinhalb Wochen ausgeweitet worden, so dass nahezu die ganze Saison abgedeckt werden konnte. 15.000 Euro habe die Stadt sich die "schwarzen Sheriffs" in diesem Jahr kosten lassen, die freiwillige Beteiligung der Anwohner, die vom Wachdienst profitieren, an diesen Kosten habe bei 2200 Euro gelegen und sei damit deutlich zurückgegangen, so Hinrichsen. "Die Bürgerbeteilung lag mal bei einem Drittel der Kosten, jetzt ist es nur noch ein Sechstel", betonte er, dass Wyk den Wachdienst zwar gerne weiter engagieren würde, "aber das geht nur, wenn die Kostenbelastung für die Stadt nicht so hoch bleibt".

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