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schwere entscheidung : Viele Ideen für den „Schlickblick“

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Einen ganzen Tag lang rauchten bei der Jury die Köpfe, bis feststand: Der Kappelner Architekt Gregor Sunder-Plassmann hat den Architektenwettbewerb gewonnen, den die Gemeinde für den Neubau ihres Strandrestaurants ausgelobt hatte.

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erstellt am 26.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Einen ganzen Tag lang rauchten bei der Jury die Köpfe, bis feststand: Der Sieger ist Gregor Sunder-Plassmann. Der Kappelner Architekt, der auch für das Museum Kunst der Westküste, den Umbau des Veranstaltungszentrums und das „Aquamarin“ vor dem Wellenbad verantwortlich zeichnet, hat den Architektenwettbewerb gewonnen, den die Gemeinde Nieblum für den Neubau ihres Strandrestaurants ausgelobt hatte. Sunder-Plassmanns moderner Glaskasten, von dem aus die Gäste eine wunderschöne Aussicht aufs Wattenmeer genießen können, ist für das Preisgericht der geeignetste Nachfolger für das in die Jahre gekommene bisherige – im Volksmund „Schlickblick“ genannte – Lokal.

Sechs Architekturbüros hatten sich im Rahmen des Wettbewerbs Gedanken über das neue Strandversorgungs-Gebäude gemacht, ihre Ideen reichten von altbacken bis futuristisch.

Sehr schnell hätten sich aber bei der Zusammenkunft der Jury die drei Entwürfe als Favoriten herauskristallisiert, die dann auch das Rennen machten, berichteten Bürgermeister Friedrich Riewerts und Bauamtsmitarbeiter Daniel Meer bei der Preisverleihung. Auf den zweiten Platz kam ein flacher Bau des Braunlager Büros Richter, den dritten Platz machte ein mehrgiebliges Gebäude der Wyker Architektin Friederike Grotheer. Anonym waren der Jury die Entwürfe vorgelegt worden. Dem Preisgericht gehörten neben Riewerts und dem Gemeindevertreter Walter Sorgenfrei als Fachleute der Kieler Architekt Dieter Richter, seine Nieblumer Kollegin Holle Paulsen und der Koblenzer Architektur-Professor Ulf Decker an, dessen Studenten sich in einem Projekt bereits vor einiger Zeit Gedanken über die Aufwertung des Nieblumer Strandes gemacht hatten.

„Wir haben einen solchen Wettbewerb in Nieblum noch nie zuvor gemacht“, räumte Friedrich Riewerts ein, dass er anfangs skeptisch gewesen sei, „dass da etwas Komisches herauskommen könnte“. Er sei dann von der Qualität der Entwürfe richtig überrascht gewesen, so der Bürgermeister, der es außerdem als sehr hilfreich ansah, dass der Gemeinde bei der Auswahl die Fachjury zur Seite stand. „Die haben jeden Entwurf genau auseinandergenommen“, berichtet Riewerts, und hätten dabei teilweise Planungsfehler entdeckt, „die wir so gar nicht gesehen hätten“.

„Ich kann so einen Wettbewerb allen Gemeinden nur empfehlen“, meinte Riewerts, der plant, den Neubau des Strandrestaurants nun relativ bald, „und hoffentlich mit ein paar Zuschüssen“ in Angriff nehmen zu können.

Als nächste Hürde vor einer Realisierung muss Preisträger Sunder-Plassmann nun die Gemeindevertretung nehmen, die am 21. Oktober abschließend darüber befinden wird, ob das Restaurant nach seinem Entwurf gebaut werden soll, oder doch noch Preisträger Nummer zwei oder drei zum Zuge kommen.

Welche Ideen die sechs Architekturbüros für den neuen „Schlickblick“ hatten, davon können sich die Nieblumer noch bis zum kommenden Sonntag, 28. September, selbst ein Bild machen. Bis dahin werden die Arbeiten – täglich von 14 bis 18 Uhr– im Haus des Gastes ausgestellt.

 

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