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Museums-Nacht 2015 : Viele Gespräche bei Kunst und Musik

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Der Ansturm ließ keinen Zweifel aufkommen: Die Alkersumer Veranstaltung erwies sich auch in ihrer siebten Auflage als Publikums-Magnet.

shz.de von
erstellt am 29.Nov.2015 | 19:38 Uhr

Flaute oder Sturm? – Während sich die Nachwuchskünstler in der Museumspädagogik Gedanken machen konnten, welches Ereignis sie auf Sandpapier, Muscheln oder Steinen darstellen wollten, ließ der Andrang zur inzwischen siebten Museumsnacht keine Zweifel aufkommen: Einen Sturm, beziehungsweise Ansturm von knapp 900 Besuchern zählte das Museum Kunst der Westküste in Alkersum und bot vielen Föhrern und Gästen ein buntes Programm. „Ich fand es auch sehr schön, dass die Amrumer wieder dabei waren“, so Direktorin Professor Ulrike Wolff-Thomsen.

Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich (noch) einmal professionell durch die aktuellen Ausstellungen führen und die Fotografien des französischen Künstlers Denis Rouvre auf sich wirken zu lassen. Großen Zulauf fanden auch das Thema „Zeit, Natur, Licht“ von Nan Hoover sowie die Skulpturen von Volker Tiemann in der Austellung „Das Meer“.

Aber nicht nur visuell hatte das Museum viel zu bieten, denn wie bereits in den Vorjahren präsentierte sich die Museumsnacht auf musikalische Weise. „Wir gehören eigentlich zum beweglichen Inventar“, scherzte Roluf Hennig als Leiter des Männergesangvereins Föhr-West. Stimmgewaltig präsentierte der Chor Bekanntes und Neues aus seinem umfangreichen Repertoire und erntete viel Applaus, wobei nicht zu lange den ausklingenden Tönen gelauscht werden durfte, wollte man den Feer-Ladies-Chor unter der Leitung von Birke Buchhorn-Licht nicht verpassen. Beide Chöre traten an diesem Abend gleich zweimal auf, so dass möglichst vielen die Gelegenheit geboten wurde, keine Darbietung zu verpassen. „Ich sehe hier sogar einige wieder, die bei unserem ersten Auftritt schon dabei waren“, freute sich Buchhorn-Licht, „ein schöneres Kompliment kann man kaum bekommen.“

Die wienerisch anmutende Kaffeehausmusik, die anfänglich die Besucher im benachbarten „Gretjens Gasthof“ auf den Kulturabend einstimmte, verfehlte ihre Wirkung nicht: Wolfgang Philipp (Geige) und Annamaria Cserepka (Klavier) schafften es mühelos, von Anfang an eine besondere Atmosphäre zu zaubern. Gut bewirtet vom Gasthof-Team ließ es sich an den kleinen Tischen gut aushalten – ein idealer Ort, um Freunde zu treffen, Nachbarn zu begrüßen und zu klönen – oder um etwas „mitzuswingen“: Nachdem Wolfgang Philipp Geige gegen Horn getauscht hatte und Nils Lorenzen ihn auf der E-Gitarre begleitete, wurde es leicht „jazzig“ im Raum, was wiederum Matze Brietz als Vorlage für Blues, Rock und Folk gedient haben mag. Etwas bayrischer als seine Musikkollegen zuvor ließ er den Abend ausklingen.

Krankheitsbedingt musste die Verbalakrobatik (Rolf Ganzel und Vincent Ellmers) ausfallen, Trost fanden einige Besucher in den Preisen, die sie bei der Tombola gewonnen hatten und bei dem sicherlich guten Gefühl, dass auch Lose ohne Gewinn ein Gewinn waren: Sowohl der Förderverein des Krankenhauses als auch der Betreuungsverein konnten sich aus dem Tombola- Erlös jeweils über einen Scheck von 750 Euro freuen.

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