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Teil 1 unseres Jahresrückblicks : Viele Baustellen und eine Wahl

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Das Jahr 2013 auf den Inseln Föhr und Amrum – die Ereignisse von Januar bis Juni.

shz.de von
erstellt am 08.Jan.2014 | 20:18 Uhr

Nach einem ruhigen Jahreswechsel wurde es auf Föhr und Amrum stürmisch. Bei einer Sturmflut am 31. Januar gab es in Utersum und Norddorf immense Sandverluste.

Doch nur wenige Tage später hatten die Norddorfer einen Anlass, zu Feiern: Der Grundstein für das neue Dorfzentrum wurde gelegt. Zwar wurde das „Seeheim“ nicht, wie ursprünglich angepeilt, im Sommer fertig. Stattdessen konnte im Juni Richtfest gefeiert werden.

Einen großen Auftritt hatten Föhrer Trachtentänzerinnen am 14. Februar im Kieler Landeshaus. Dorthin hatte Ministerpräsident Torsten Albig die Repräsentantinnen der „Tracht des Jahres 2012“ eingeladen.

Nach einer Umfrage, mit der der Bedarf ermittelt werden sollte, gingen die Wyker Kommunalpolitiker im Februar mit Elan an die Planung für das neue Baugebiet am Kortdeelsweg. Auf einer Fläche von rund 40 000 Quadratmetern sollen hier Ein- und Mehrfamilienhäuser entstehen. Das Thema beschäftigt den Bauausschuss seither in nahezu jeder Sitzung.

Föhrer Nachwuchsreiter hatten im Februar in Neumünster ihren großen Auftritt. Im Rahmenprogramm der Hengstkörung zeigten sie das Schaubild „Föhrer Treibjagd“.

Ebenfalls Ende Februar wurde mit dem Bau der neuen Abwasserleitung am Südstrand begonnen. Im Herbst wurde sie fertig gestellt.

Als das Museum Kunst der Westküste Anfang März nach der Winterpause wieder öffnete, galt es Abschied vom Gründungsdirektor des Hauses zu nehmen. Dr. Thorsten Sadowsky wechselte ins Kirchner-Museum im schweizerischen Davos. Schon wenige Wochen später wurde die Kieler Professorin Ulrike Wolff-Thomsen als Nachfolgerin präsentiert. Sie trat ihren Dienst in Alkersum am 15. Mai an.

Als Dauer-Ärgernis entwickelte sich die Baustelle an der Öömrang Skuul. Monatelang wurde dort so gut wie gar nicht gearbeitet, im Mai hat das Amt den Bauunternehmer gefeuert. Inzwischen gehen die Arbeiten gut voran.

Bereits im Jahr 2006 war der Betrieb des defizitären Norddorfer Dünenbades eingestellt worden, im März 2013 wurde es abgerissen.

Die Kirchengemeinde St. Johannis bekam neue Pastoren. Kirsten Hoffmann-Busch und Philipp Busch wurden am 3. März feierlich in ihr Amt eingeführt.

Einen neuen Träger bekam im März die Wyker Kindertagesstätte „Die Inselkinder“. Seit 1991 von einer Elterninitiative getragen, wurde sie nun an den ADS- Grenzfriedensbund übergeben.

Der Winter hatte die Inseln auch zum Frühlingsanfang noch fest im Griff. Am 18. März fegte ein heftiger Schneesturm über Föhr und Amrum, bis weit in den April fiel immer wieder Schnee. Trotzdem fand der zweite Föhr-Marathon am 24. März statt – allerdings mit geänderter Streckenführung.

Von Umstrukturierungsmaßnahmen wurde die Amrumer Polizeistation betroffen. Seit April ist sie eine Zweigstelle der Wyker Polizei.

Das Amrumer Wasser- und Schifffahrtsamt bekam im April ein neues Bakensetzboot. Es wurde auf den Namen „Butt ...“ getauft.

Im Mai gab es den ersten Spatenstich für den Ausbau der Breitbandversorgung auf den Inseln und Halligen. Im Dezember gingen die beteiligten Föhrer Gemeinden ans Netz.

Das Projekt zur Restaurierung der historischen Grabsteine auf dem Nebeler Friedhof wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Mai wurde der neue Museumsteil des Friedhofs feierlich eingeweiht.

Ebenfalls im Mai – pünktlich zum Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag – konnten die Sanierungsarbeiten an der Nebeler Windmühle abgeschlossen werden.

Zum zehnten Mal fand am Pfingstsonnabend der Amrumer Muko-Lauf statt. Zum Jubiläum wurde erstmals eine Marathon-Strecke angeboten.

Umweltminister Robert Habeck kam am 24. Mai zur Einweihung des Wyker Mehrgenerationenhauses nach Föhr. In diesem Gebäude haben auch der Naturschutzbund BUND und die Selbsthilfeorganisation „Brücke“ neue Domizile gefunden.

Zwei Tage später, am 26. Mai, fand die Kommunalwahl statt. Neben den Parteien CDU, SPD und Grüne sowie etlichen Einzelbewerbern traten in den Föhrer und Amrumer Kommunen insgesamt 13 Wählergemeinschaften an. In Dunsum wurde wegen gesunkener Einwohnerzahlen erstmals kein Dorfparlament gewählt. Während die Wählergemeinschaften in den Dörfern ihre Vormachtstellung behaupteten, musste die Kommunale Gemeinschaft (KG) in Wyk Federn lassen.

Der bisherige KG-Bürgermeister Heinz Lorenzen wurde im Juni von einer großen Koalition aus CDU und SPD abgewählt, sein Nachfolger wurde der Christdemokrat Paul Raffelhüschen.

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