Versammlung der Jäger : Viel Lob für den Föhrer Hegering

Hegeringleiter Gerd Ohlsen, Hundeobmann Karl-Jürgen Petersen und der zweite Vorsitzende Rainer Hansen (v.l.).
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Hegeringleiter Gerd Ohlsen, Hundeobmann Karl-Jürgen Petersen und 2. Vorsitzender Rainer Hansen.

Zahlreiche Hundeprüfungen wurden in den verschiedenen Revieren absolviert. 7508 Tiere im vergangenen Jahr auf der Insel erlegt.

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23. März 2017, 12:30 Uhr

Hegeringsleiter Gerd Ohlsen führte souverän durch die Jahresversammlung des Hegering Föhr, zu der auch der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Nordfriesland, Jochen Muxfeldt, gekommen war. Ohlsen versprach gleich zu Beginn: „Die Versammlung werden wir sicher schnell über die Bühne bringen“. Nach der musikalischen Begrüßung durch die Jagdhornbläser folgte der Streckenbericht für das abgelaufene Jagdjahr. Insgesamt waren 7508 Tiere gestreckt worden, davon machen allein die Enten und Gänse mit einer Strecke von rund 4000 Tieren mehr als die Hälfte aus.

Bei der freiwilligen Gehörnschau der erlegten Rehböcke wurde offensichtlich, dass nur wenige starke Böcke gestreckt worden waren. Bei einem Zählbestand von etwa 340 Rehen waren 187 zum Abschuss freigegeben worden. Erlegt wurden 50 Böcke und 46 Ricken; 77 Rehe fanden als so genanntes Fallwild meist bei Zusammenstößen mit Autos den Tod. Eine beträchtliche Zahl, die trotz vermehrter Montage von Reflektoren stetig steigt.

Bei den Hasenstrecken fiel auf, dass im Osten der Insel Einbrüche bis zu 40 Prozent zu beobachten waren, während die Reviere im Westen kaum betroffen waren. Insgesamt hat sich die Hasenstrecke gegenüber dem Vorjahr aber deutlich erholt.

Hundeobmann Karl-Jürgen Petersen, seit nunmehr 25 Jahren in diesem Amt, berichtete von zahlreichen, erfolgreichen Hundeprüfungen, die in verschiedenen Revieren absolviert werden konnten. Besonders die Hundeführer Hauke Meyer, Helge Schütte, Michael Frädrich, Hartmut Petersen und Peter Knudsen wurden lobend erwähnt. Ein Highlight des Jagdjahres ist immer wieder die Alterspokalsuche aller Rassen, bei der recht anspruchsvolle Aufgaben auf dem Parcours stehen. Karl-Jürgen Petersen lobte seine Jagdkameraden dafür, dass sie auch mit ihren altgedienten Hunden noch regelmäßig üben.

Schießwart Dirk Knudsen konnte vermelden, dass die so genannte B-Mannschaft erneut Kreismeister geworden war. Als Einzelschütze wurde Hauke Meyer ebenfalls Kreismeister, und bester Tontaubenschütze im Kreis wurde Carl Conrad Olufs. Den Ost-West-Pokal entschieden die Osterlandföhrer für sich und Olufs war es auch, der beim regelmäßigen Schießtraining in Hedehusum mit durchschnittlichen 13,7 von 15 möglichen Tontauben die Nase vorn hatte.

Der neue Bläserobmann Hark Carstensen berichtete von den zahlreichen Anlässen, zu denen die Jagdhornbläser geblasen hätten und rührte die Werbetrommel für Neuzugänge. Alles andere als Neuzugänge sind Arend Godbersen, Jens Petersen, Hermann Diekmann, Karl-Heinz Juhl, Heiner Elvert und Volkert Faltings, die allesamt für 50 Jahre Zugehörigkeit zum Landesjagdverband (LJV) geehrt wurden. 40 Jahre dabei sind Adolf Faltings und Peter Knudsen und seit 25 Jahren Arne Arfsten, Gustav Clausen, Jürgen Nielsen, Joachim Lorenzen und Eric Schwab.

Jochen Muxfeldt von der Kreisjägerschaft Nordfriesland erläuterte die geplanten Beitragserhöhungen zum LJV und die Probleme des Verbandes auf Landesebene.

Er bedankte sich für die gute, langjährige Zusammenarbeit mit dem Föhrer Hegering und kündigte an, dass er nicht wieder für das Vorsitzenden-Amt kandidieren werde. Ohlsen dankte ebenfalls und schloss den Gastredner Dr. Daniel Hoffmann mit ein. Beide hatten sich viel Zeit genommen, um den Föhrer Jägern und Revierinhabern Rede und Antwort zu stehen.

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