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Wyker surfschulen : Vergrößerung fand keine Mehrheit

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Betreiber der Wassersportzentren am Wyker Südstrand scheiterten mit ihren Vorschlägen für eine nochmalige Erweiterung ihrer Flächen.

„Das bis hierhin geführte Planverfahren wird fortgesetzt um möglichst bald eine Baugenehmigungsgrundlage für das zu schaffen, was da jetzt schon steht.“ Zudem halte man sich die Option einer weiteren baulichen Entwicklung beider Standorte offen. Die Vorsitzende des Bauausschusses, Dr. Silke Ofterdinger-Daegel, vermerkte das einstimmige Abstimmungsergebnis über einen Tagesordnungspunkt, der die Mitglieder seit Längerem beschäftigt. Gemeint waren die zweite Änderung des Bebauungsplanes (B-Plan) Nummer 46 und die Wassersportzentren „Schapers“ und „Pitschis“, deren Vergrößerung seit Jahren Thema ist.

Eine – vorläufige – Abfuhr für die Betreiber der Surfschulen, die auf eine Ausweitung der bisherigen Festsetzungen gehofft hatten. Die Notwendigkeit hatte Michael Schaper bereits vor dem Hafenausschuss deutlich gemacht. Vor rund 20 Jahren habe er die kleine Surfschule als Bretterbude übernommen. Seit der Sanierung der Promenade 2006 verfüge man zwar über eine Gastronomie und eine erweiterte Wassersportsituation, die aber mit sechs Containern und der Fläche am Strand den heutigen Anforderungen nicht genüge. Jedes Jahr werde investiert, so der Chef des „Schapers“, und aktuell verfüge man über 80 Surfbretter, 130 Rigs, sechs Katamarane und vier Motorboote.

All dies führe an die logistischen Grenzen, weshalb es an der Zeit sei, die Containersituation zu überdenken. Die sollten durch ein Gebäude ersetzt werden, nicht zuletzt, um dem zunehmenden Qualitätsanspruch der Gäste gerecht zu werden. Auf ähnliche Probleme stoße man im Gastronomie-Bereich. Problemkinder seien hier die zu kleinen sanitären Anlagen, Gleiches gelte für den Küchenbereich sowie das Trocken- und Kühllager.

Entwicklungen, die Peter Schaper auch für das „Pitschis“ vermeldete, der die Vorstellungen seines Bruders Michael unterstrich. Dem schweben 400 Quadratmeter Fläche vor, die Schulungsräume und Umzugs- sowie Lagermöglichkeiten, Werkstatt, Büro und Anmeldung, einen kleinen Shop, Toiletten in ausreichender Zahl und einen in das Gebäude integrierten, zum Außenbereich aufklappbaren Tresen enthalten sollen.

Eine Größenordnung, die der Hafenausschuss nachvollziehen konnte. Dessen Mitglieder mit neun Ja-Stimmen und einer Enthaltung beschlossen, „dass wir uns vorstellen können, auf die bisherigen Größen noch etwas draufzupacken“, so die Vorsitzende Annemarie Linneweber.

Im Bauausschuss aber ruderte auch Linneweber zurück, nachdem Bauamtsmitarbeiter Ulrich Schmidt zum Spielverderber geworden war. Der riet dringend, das Auslegungsverfahren und das Beteiligungsverfahren der Träger öffentlicher Belange weiterlaufen zu lassen, mit den Zahlen und Maßgaben, die bisher im B-Plan enthalten sind.

Gründe für das langwierige Verfahren seien die Themen Schallschutz, Konzession für die Strandnutzung und Leitbild für die künftige Strandbewirtschaftung, die mit dem bisher gefassten Entwurfs- und Auslegungsbeschluss abzuarbeiten gewesen seien. Nun könnten die Planungsunterlagen mit den Ergänzungen auf den Weg gebracht werden – Schritte, die mit den Aufsichtsbehörden abgestimmt seien. „Dem Vorschlag des Hafenausschusses zu folgen heißt, das Prozedere der Vorabstimmung beginnt von vorn.“

Schmidt riet an, das bisher Abgestimmte abzuwickeln. „Wenn alles gut läuft, haben sie im nächsten Frühjahr eine planungsrechtliche Grundlage für Baugenehmigungen für das was da ist.“ In einem weiteren Verfahren könnte dann eine Vergrößerung der Flächen angegangen werden. Inklusive einer etwaigen Änderung des Flächennutzungsplans und eines zu schaffenden Ausgleichs – Fragen, die im derzeitigen Verfahren bereits abgearbeitet sind.

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erstellt am 04.Jan.2014 | 08:00 Uhr

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