Baugebiet in WYk : Vergabeverfahren wird abgeschlossen

Die Erschließungsarbeiten zwischen Fehrstieg und Kortdeelsweg laufen, die Bauwilligen werden langsam ungeduldig und die Stadtvertretung hat immer neuen Diskussionsbedarf.
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Die Erschließungsarbeiten zwischen Fehrstieg und Kortdeelsweg laufen, die Bauwilligen werden langsam ungeduldig und die Stadtvertretung hat immer neuen Diskussionsbedarf.

Zusätzliche Grundstücke am Kortdeelsweg sollen erst in einigen Jahren vergeben werden. Bewerber auf der Warteliste haben aktuell nur noch eine Chance, wen jemand von der Erbpacht zurücktritt.

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07. Mai 2015, 17:45 Uhr

Seit über drei Jahren beschäftigen Bauausschuss und Stadtvertretung sich wieder und wieder mit dem geplanten Neubaugebiet am Kortdeelsweg, haben immer wieder neuen Beratungsbedarf, während die künftigen Häuslebauer so langsam ungeduldig mit den Hufen scharren. So nahm der Bebauungsplan 51, dessen Zielsetzung es ist, bezahlbaren Wohnraum für Einheimische zu schaffen, auch in der jüngsten Stadtvertretersitzung wieder breiten Raum ein. Soll das Vergabeverfahren für den ersten Bauabschnitt als abgeschlossen angesehen werden oder sollen noch weitere Bewerber zum Zuge kommen? Diese Frage wurde ausgiebig diskutiert, bevor mit einer 8:5-Mehrheit beschlossen wurde, das Verfahren abzuschließen. Aber – dies wurde dann einstimmig beschlossen – Grundstücke, die eventuell noch zurückgegeben werden, sollen an noch vorhandene weitere Bewerber vergeben werden, wobei, wenn diese nach den Vergabekriterien die gleiche Punktzahl haben, das Los entscheidet. Weitere Grundstücke sollen dann zu einem nicht näher definierten späteren Zeitpunkt in einem zweiten Bauabschnitt in einem neuen Vergabeverfahren zugeteilt werden.

Doch warum eigentlich ein erster und ein zweiter Bauabschnitt? Vor allem Heinz Lorenzen (KG) rieb sich daran, denn, so behauptete er, die Aufteilung des Gebiets in zwei Abschnitte sei nie offiziell beschlossen worden. „Wir sollten das Verfahren deshalb sauber abwickeln“, wollte er noch vorhandene Bewerber jetzt bereits zum Zuge kommen lassen.

Es sei zwar nie ein offizieller Beschluss über zwei Bauabschnitte gefasst worden, aber immer deutlich gemacht worden, dass nicht alle Grundstücke auf einmal vergeben werden, entgegnete Till Müller (Grüne). „Ich denke, dass wir die Grundstücke in Zukunft noch benötigen, um dringenden Bedarf abzudecken“, machte er sich dafür stark, eine Zeit lang zu warten, um Erfahrungen mit dem jetzigen Vergabeverfahren und der Art der Bebauung in einen zweiten Bauabschnit einfließen zu lassen. „Wir sollten das abwarten und sehen, ob man nicht eine bessere Ausnutzung der Grundstücke erreichen kann“, wollte Müller einen klaren Schnitt machen und in zwei bis drei Jahren den nächsten Abschitt angehen.

In diese Kerbe schlug auch Peter Schaper (SPD). „Jetzt blindwütig voranzulaufen ist falsch“, meinte er, „wir haben ein Baugebiet in dieser Größenordnung noch nicht gehabt und sollten jetzt Erfahrungen sammeln“.

„Auch wir wollen nicht das ganze östliche Gebiet bebauen, aber die Bewerberliste abarbeiten“, entgegnete Dr. Silke Ofterdinger-Daegel (KG). Sie forderte aber, dass in keinem Fall mehr von der ursprünglich auch für die jetzt bereits vergebenen Einzelhaus-Grundstücke vorgesehenen verdichteten Bauweise mit Doppel- oder Reihenhäusern abgewichen werden dürfe.

„Es hat uns überrannt, wie viele Bewerber da waren“, bekannte Claudia Andresen (CDU), die es ebenfalls für fair hielt, die jetzt vorliegende Bewerberliste abzuarbeiten.

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