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Randalierer in Nebel : Vandalismus auf dem Heimatlosen-Friedhof

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Erneut wurde die Spendendose aufgebrochen und das sich darin befindliche Geld entwendet. Kirchenvorstand schaltet die Polizei ein.

Zum wiederholten Mal wurde auf dem „Friedhof der Namenlosen“ in Nebel randaliert. Unbekannte hatten brachial die Spendendose aufgebrochen und das sich darin befindliche Geld entwendet.

Schon im vergangenen Jahr war die Spendendose demoliert und ausgeraubt worden, so dass eine neue aufgestellt werden musste. Zudem war zu Beginn des Jahres die große Informationstafel mutwillig zerstört worden – auch hier galt es, eine neue Tafel aufzustellen.

Der entstandene Sachschaden durch Vandalismus liegt mittlerweile im vierstelligen Euro-Bereich und ist damit schon lange kein Kinderstreich mehr. Folgerichtig hat der Kirchenvorstand den Diebstahl zur Anzeige gebracht und bittet um sachdienliche Hinweise an die örtliche Polizei. „Unser Heimatlosenfriedhof wird durch Spenden finanziert und weitestgehend durch den Einsatz ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer gepflegt. Ich habe kein Verständnis für den sinnlosen Vandalismus an diesem besonderen Ort der Besinnung und Einkehr. Erst vor einigen Jahren war der Heimatlosenfriedhof mit erheblichen Mitteln umgestaltet worden und die Ruhestätte gehört zu den touristischen Anziehungspunkten unserer Insel“, erläutert Hans-Peter Traulsen, Mitglied des Kirchenvorstandes. Der Gedanke, dass an einem solchen Ort, an dem verstorbenen Menschen gedacht wird und der Spruch über dem Eingang „Es ist noch eine Ruhe vorhanden“ im wahren Wortsinn brutal aufgebrochen wird, sei traurig und unfassbar.

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erstellt am 15.Okt.2015 | 15:00 Uhr

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