zur Navigation springen

Strandkonzept für Nieblum : Ursprünglich und naturbelassen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die erste Etappe ist bald geschafft. Bereits Ende des Monats könnte der neue Bohlenweg den Nieblumer Strand mit der Wyker Promenade verbinden.

von
erstellt am 09.Apr.2014 | 11:45 Uhr

Die 600-Einwohner-Gemeinde Nieblum hat Großes vor und plant im Rahmen eines Fünf-Punkte-Konzeptes, die Infrastruktur ihrer Strände zu verbessern. Mit dem Bohlenweg, der vom Ende des Meetsweges bis zum Grevelingdeich führt, steht der erste Schritt nun kurz vor dem Abschluss.

Für die Gemeinde ein Erfolg, dass die Maßnahme noch vor der Saison umgesetzt werden kann. Denn Verwaltungsabläufe und Ausschreibungsfristen hatten für ein halbes Jahr Vorlaufzeit und damit ein enges Zeitfenster gesorgt. Für Entwarnung sorgten schließlich Vergrämungsmaßnahmen, wie Bauamtsmitarbeiter Daniel Meer berichtete, die mit Flatterbändern verhindern, dass Vögel sich in dem Gebiet einen Brutplatz suchen. Eine wirksame Maßnahme, wie kürzlich eine Begehung durch die Untere Naturschutzbehörde bestätigte, die eine Verlängerung der Bauarbeiten trotz der Brutzeit bis zum Ende der Maßnahme ermöglichen.

Derweil laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Nachdem ein Bagger die gut 200 Spalteichenpfähle umweltschonend und ohne Beschädigung der Dünen bis zu einer Tiefe von zwei Metern in den Boden brachten, wird derzeit der Oberbelag aufgebracht. Auf 200 000 Euro belaufen sich die Kosten, berichtet Bürgermeister Friedrich Riewerts, knapp 150 000 Euro trägt die Gemeinde aus Eigenmitteln, gut 50 000 Euro wurden mit Fördermitteln bezuschusst. Riewerts hofft, dass die Arbeiten bis Ende April fertiggestellt sind, und „für Fußgänger und Radfahrer dann die Verbindung zu Wyk hergestellt ist“. Denn der Bohlenweg trifft am Grevelinger Teerdeich auf die Wyker Promenade, „der Lückenschluss“, so Daniel Meer, „den wir dringend brauchten“. Abzuwarten bleibt, wie das neue Verbindungsstück während der Saison angenommen wird. Die Erfahrungen sollen dann als Grundlage für die Planung möglicher weiterer Bohlenwege dienen. Denn das Anliegen sei, betont Friedrich Riewerts, die gesamte Strand-Infrastruktur zu überarbeiten.

Als nächsten Schritt will die Gemeinde im Rahmen eines Architektur-Wettbewerbes Vorschläge für die Gestaltung der künftigen Strandrestauration am Ende der Strandstraße sammeln, die Unterlagen wurden gestern verschickt. Das Gebäude, in dem das Café „Wattenblick“ untergebracht ist, mit dem Charme und der Bausubstanz der 1960-er Jahre, soll durch ein zeitgemäßes ersetzt werden. Vorgesehen ist in der unteren Etage ein Strand-Kiosk, darüber könnte ein überdachtes Restaurant mit Meeresblick entstehen.

Nach dem Wettbewerb ist der Bebauungsplan zu erstellen, rechnet Daniel Meer den Zeitplan vor, in dem die Planungen und Entwürfe festgeklopft werden. Dazu kommen Ausschreibungsvergabefristen, so dass Friedrich Riewerts hofft, mit der Neugestaltung am Hauptstrand im Herbst 2015 beginnen zu können.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen