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In Wyk : Unterstützung für die Turm-Sanierung

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Reederei spendet eine großzügige Summe für die Arbeiten am Boldixumer Gotteshaus. Erste Arbeiten sollen in den nächsten Tagen beginnen.

shz.de von
erstellt am 03.Sep.2015 | 16:00 Uhr

Rund 500 Jahre ist der Turm der Boldixumer St.-Nicolai-Kirche bereits alt, vor 80 Jahren war er letztmals grundlegend saniert worden. Damit der Stau der fälligen Arbeiten nicht noch größer wird, hat die Gemeinde bereits vor einigen Monaten beschlossen, den Turm zu renovieren. Da dies nicht ganz billig ist – Pastor Jörg Weißbach geht von etwa 360  000 Euro aus – ist die Gemeinde auf Spenden angewiesen. Vor zwei Jahren wurde deshalb die Kampagne „Kirchturm in Not“ ins Leben gerufen, mit der das Geld zusammenkommen soll.

Neben vielen Privatleuten finden sich hin und wieder auch Unternehmen unter den Spendern und auch die Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR) beteiligte sich finanziell an dem Sanierungsprojekt. WDR-Geschäftsführer Axel Meynköhn freute sich, einen Betrag in Höhe von 3000 Euro aus einer Schadensersatzzahlung an Jörg Weißbach weitergeben zu können. Nicht das erste Mal, dass die Reederei die Inselkirchen unterstützt. Meynköhn begründet das Engagement mit einer besonderen Verbindung: „Seit 130 Jahren werden Mitarbeiter von uns hier getauft und viele sind auch hier begraben.“ Zudem bezeichnet der WDR-Chef die Kirchen als Teil der Föhrer Kultur: „Alle sollten dazu beitragen, diese Bauten zu erhalten. Es gibt kaum einen anderen Ort auf Föhr, an dem man die Grundlagen unserer Kultur noch so sieht, wie in den Kirchen.“

Auch für Jörg Weißbach ist die Sanierung des Turms eine Herzensangelegenheit: „Wir wissen nicht, wie es in den Tiefen des Mauerwerks aussieht. Die Löcher wurden in der Vergangenheit einfach mit Zement gestopft, nun dringt Wasser ein. Zudem sind die Maueranker durchgerostet, die den Turm halten.“ Und der Turm soll nur der Anfang sein: Stück für Stück soll die komplette Kirche saniert werden. Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf rund 650  000 Euro.

Axel Meynköhn hofft, andere Menschen und auch Firmen ebenfalls zu Spenden bewegen zu können. Die bisher gesammelten 200  000 Euro reichen noch lange nicht aus. Trotzdem wird in den nächsten Tagen mit den Arbeiten begonnen, das Gerüst steht bereits.

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