Standpunkt : Unglücklich agiert

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21. Februar 2015, 09:00 Uhr

Trotz vehementer Kritik aus allen Wyker Parteien ändert sich nichts: Bürger, die im Rahmen der Erbpacht am Kortdeelsweg bauen möchten und auf das normale Prozedere einer Eingangsbestätigung und anschließenden Bearbeitung setzen, hoffen vergebens. Sie müssen sich kümmern, erfahren sie stattdessen von ihrem Bürgermeister, der ständiges Nachfragen und Eigeninitiative einfordert. Letztere legte Paul Raffelhüschen überaus eigenwillig selbst an den Tag und besuchte Kathrin Leistler an ihrem Arbeitsplatz. In der Apotheke plauderte das Stadtoberhaupt mit ihr über die Aussichten ihres Härtefalles. Was der Bürgermeister als Aktion des guten Willens darstellte, erweckte bei Leistler den Eindruck, sie solle zur Rücknahme ihres Antrages bewegt werden. Zu Recht hat der Alleingang für Entsetzen in den Wyker Fraktionen gesorgt, die sich umgehend von dem Vorgehen distanzierten. Das gilt auch für Paul Raffelhüschens politische Heimat, die CDU, die ihrem Parteifreund bescheinigte, das Beste zu wollen und dabei nicht immer glücklich vorzugehen. In der Tat: Fettnäpfchen lässt der Wyker Bürgermeister selten aus.

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