gestresste anwohner : Und täglich grüßt das Murmeltier . . .

Zu stark befahren? Die  Gartenstraße.
Zu stark befahren? Die Gartenstraße.

Um etwa 20 Jahre zurückversetzt fühlten sich manche Besucher bei der jüngsten Sitzung des Wyker Ausschusses für öffentliche Einrichtungen: Die Verkehrslenkung im Stadtbereich stand wieder einmal auf der Tagesordnung.

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08. November 2013, 08:00 Uhr

Um etwa 20 Jahre zurückversetzt fühlten sich manche Besucher bei der jüngsten Sitzung des Wyker Ausschusses für öffentliche Einrichtungen: Die Verkehrslenkung im Stadtbereich stand wieder einmal auf der Tagesordnung und die unterschiedlichsten Vorschläge kamen erneut auf den Tisch, eine Lösung aber wurde nicht gefunden.

Anlass der Diskussion war das Anliegen von Anwohnern der Gartenstraße, die sich durch das „erhöhte Aufkommen an Gästen und den dadurch zunehmenden Autoverkehr“ in ihrer Straße erheblich gestört fühlen. Es muss, so heißt es in einem Schreiben der Anwohner, eine verbindliche Regelung herbeigeführt werden, die endlich zu einer Lösung des Problems führt.

Martin Sönnichsen und Johann Quedens, die wegen dieses Themas schon des öfteren im Ausschuss vorstellig wurden, forderten im Rahmen der Einwohnerfragestunde, die Kommunalpolitiker mögen endlich den Mut aufbringen, eine Lösung für ihr Problem zu suchen. Dabei schlugen sie unter anderem vor, der Verkehr sollte sich selbst den Weg suchen. Auch die Umkehrung der Einbahnstraßenregelung in der Badestraße stand auf ihrem Forderungskatalog. Allerdings gab es diese Lösung schon vor vielen Jahren, die aber bereits nach kürzester Zeit wieder revidiert wurde.

Bei der eigentlichen Beratung des Bürgeranliegens ließ Heinz Lorenzen noch einmal kurz die Historie der Wyker Verkehrskonzepte Revue passieren und verwies darauf, dass etliche Modelle diskutiert wurden, bis die jetzige Regelung gefunden wurde. „Die Lösung ist für die Badestraße befriedigend, für viele andere nicht“, kommentierte der Ausschuss-Vorsitzende Ulrich Herr den jetzigen Zustand.

Die verschiedensten Vorschläge wurden dann diskutiert. Dabei ging es von der Aufhebung der Einbahnstraßenregelungen in der Stadt über Gewichtsbegrenzungen für Fahrzeuge in der Badestraße bis hin zu der Anregung, die Autos der Urlauber möglichst von der Stadt fernzuhalten. Selbst die Idee einer „City-Maut“ stand im Raum. Schnell stellte sich einmal mehr heraus, dass es keine Patentlösung für die Verkehsregelung gibt. Außerdem, so Ordnungsamtsleiter Jörg Michelsen: „Das Amt kann bei der Verkehrsregelung nichts bestimmen, sondern ist Befehlsempfänger der Verkehrsbehörden“. Letztlich sprachen sich die Ausschuss-Mitglieder dafür aus, den Vorschlag der Gartenstraßen-Bewohner bei der nächsten Verkehrsschau vorzulegen. Er sieht eine Einbahnstraßenregelung ab Einmündung Rungholt- und Gartenstraße vor. Dabei sollten Rettungs- und Müllfahrzeuge sowie Anwohner und Feuerwehr eine Durchfahrtserlaubnis erhalten.

Der Vorschlag von Bürgermeister Paul Raffelhüschen, den für 2014 geplanten Kauf eines Feuerwehrfahrzeuges für die Boldixumer Löschgruppe um ein Jahr zu verschieben, weckte bei Holger Frädrich den Zweifel, ob dieser Wagen aus brandschutztechnischen Gründen nötig sei. „Ich bin eindeutig dafür, dass die Wehr super ausgerüstet ist“, so Frädrich, der für 2019 aber eine Überbewertung der Ausrüstung befürchtet. Auf die Frage, was die Verschiebung des Kaufs um ein Jahr bewirken soll, antwortete Paul Raffelhüschen: „Vielleicht haben die Politiker eine Eingebung und gewähren neue Zuschüsse“.

Ohne weitere Diskussion ging dann im Ausschuss der Haushaltsvorschlag für die öffentlichen Einrichtungen über die Bühne. Jörg Michelsen verwies darauf, dass die Ansätze praktisch unverändert seien und der Haushalt relativ unspektakulär sei.

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