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Innovation in Wyk : Umwelt schonen und Kosten sparen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Neuer Heizkessel im Amtsgebäude in Betrieb genommen. 50 Tonnen Kohlendioxid sollen künftig jährlich eingespart werden.

50 Tonnen Kohlendioxid (CO2) sollen mit dem neuen Heizkessel im Amtsgebäude jährlich eingespart werden, den Amtsvorsteherin Heidi Braun gestern mit Mark Claussen, Leiter des Betriebscenters Rendsburg der zur Eon gehörenden Hanse-Werk Natur, offiziell in Betrieb nahm.

Ein Beitrag zum Klimaschutz, der einen angenehmen Nebeneffekt mit sich bringt: Im Zuge des Umbaus wurde das Amt in das örtliche Wärmenetz eingebunden. Mit der dezentralen Wärmeerzeugung, verteilt auf mehrere Standorte, soll künftig das Heizwerk am Rebbelstieg unterstützt werden. Dessen Kesselleistung beträgt derzeit sechs Megawatt (MW), denen knapp 7,5 MW Anschlussleistung im Wyker Netz gegenüberstehen.

Die Kapazitäten müssen also erhöht werden. Dies zu realisieren, ist das Heizwerk im Amtsgebäude mit knapp einem MW nun ein Baustein. Etwa 70 Kilowatt (kW) werden für die hauseigene Versorgung benötigt, der Rest wird in das Netz eingespeist. Ein weiteres Heizwerk soll im Wyker Krankenhaus realisiert und die Leistung des bestehenden am Rebbelstieg erhöht werden. Zusätzlich speisen seit einiger Zeit zwei private Blockheizkraftwerke mit jeweils 100 kW thermischer Leistung ihre überschüssige Wärme in das Netz ein. Mit diesem „Hybridmodell“ ermöglicht die Hanse-Werk Natur ihren Kunden, selbst erzeugte Wärme zu speichern. Die Gesamtkapazität des städtischen Netzes soll am Ende knapp neun Megawatt betragen. Eine eigens entwickelte Leittechnik ermöglicht eine dezentrale Steuerung der Anlagen, sagte Mark Claussen, „präzise und effizient mit dem PC, Laptop oder Smartphone“.

Wie Amtsdirektorin Renate Gehrmann zeigte sich auch Amtsvorsteherin Heidi Braun erfreut darüber, „dass wir eine Lösung gefunden haben, von der das Amt und die Anwohner gleichermaßen profitieren“. Das Wärmenetz zu modernisieren und auszubauen ist für die Verantwortlichen des Amtes Föhr-Amrum kein neues Thema. Nachdem sich die Suche nach einem möglichen Standort für ein neues Heizwerk als schwierig erwiesen hatte, entschied man sich schließlich für die dezentrale Lösung.

Eine Innovation, die auch eine enorme Kosteneinsparung mit sich bringt. Bisher waren rund 200  000 Euro für die Erneuerung der Anlage kalkuliert worden. Die nun gefundene Variante beschert dem Amt einen komfortablen Rundum-Service: Lediglich gut 12  000 Euro fallen für den hydraulischen Abgleich, um die Wärmeversorgung effizient nutzen zu können, und die Thermostatventile in den Büros an. Kosten, die in jedem Fall hätten gestemmt werden müssen, wie Bauamtsmitarbeiter Thomas Pielke betonte. Die Kosten für die notwendige Sanierung der Regelungs- und Pumpentechnik, ebenfalls Sache des Amtes, wird durch eine monatliche Raummiete der Hanse-Werk Natur refinanziert. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten, war sich der Hanse-Vertriebs-Mitarbeiter Sven Piersig mit Amtsvorsteherin Heidi Braun einig: „Das Amt spart Investitions- und Wartungskosten und wir können die Kapazität des Netzes erhöhen“.

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erstellt am 24.Feb.2017 | 12:30 Uhr

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