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Insel-Bote

12. Dezember 2017 | 06:13 Uhr

Föhr : Ultimatum für die helle Innenstadt

vom

Bemühungen gehen in die nächste Runde.

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2013 | 08:18 Uhr

Föhr | "Wenn sich bis Ende Juli nichts getan hat, gehen in Wyk im wahren Sinne des Wortes die Lichter aus." Bernd Wigger, Vorsitzender des Föhrer Handels- und Gewerbevereins (HGV) ließ bei der Jahresversammlung keinen Zweifel daran, dass die Bemühungen, mit der Pact-Initiative die Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt zu sichern, nicht ins Endlose fortgeführt werden.

Wie berichtet, soll die "Partnerschaft zur Attraktivierung von City-Quartieren" die alljährliche Weihnachtsbeleuchtung finanzieren und die Stadt zur Erreichung dieses Zieles von allen Grundstückseigentümern einen zweckgebundenen Beitrag erheben.

"Gut 20 000 Euro werden jährlich für die Weihnachtsbeleuchtung benötigt", berichtet Wigger von rund 70 Betrieben, die sich regelmäßig beteiligen. Nicht immer freiwillig, vielmehr verbringen Antje Boetius und Bernd Wigger alle Jahre wieder Wochen damit, Klinken zu putzen. Stets galt es, Defizite auszugleichen, hier sprang der Handels- und Gewerbeverein ein. Ein Procedere, das auf Dauer unzumutbar sei.

Pact soll es nun richten. Wobei sich der jeweils zu zahlende Betrag aus den Einheitswerten der betroffenen Grundstücke errechnet. Der benötigte Betrag wird geteilt durch die Summe der Einheitswerte, das Ergebnis ist der Messbetrag, der jedem einzelnen Eigentümer zugeordnet wird. Zuvor muss jedoch ein noch zu benennender Aufgabenträger - zeitnah soll ein Verein gegründet werden - bei der Stadt den Antrag auf Erlass einer Satzung stellen. Die startet das Beteiligungsverfahren, nach dessen positivem Ausgang der Satzungsbeschluss folgt.

Neben seinem Engagement zur Belebung des Zentrums hatte Wigger im vergangenen Jahr mit Unterstützung des HGV erfolglos gegen die Wyker Sondernutzungssatzung geklagt. Der Selbstverwaltung sei vor Gericht die Festlegung der Gebühren zugestanden und ihm eine weitere Klage verwehrt worden, so Wigger, weshalb ihm nur noch der Weg zum Bundesverfassungsgericht offen stehe.

Die Sondernutzungssatzung stellt nach Überzeugung des HGV-Vorsitzenden einen zusätzlichen Weg der Besteuerung dar und er drückte die Hoffnung aus, dass nach der Kommunalwahl im Mai neu über dieses Thema geredet werden kann. An die zukünftige Stadtvertretung richtete Wigger den Wunsch, dass die Interessenvertreter von Handel und Handwerk künftig wieder mehr ins Geschehen eingebunden werden und die früheren Quartalsgespräche wieder auf die Tagesordnung kommen.

In seinem Jahresbericht erinnerte Bernd Wigger daran, dass der HGV in der Vorweihnachtszeit wieder für die unentgeltliche Nutzung des Sauermann-Parkplatzes gesorgt hatte. Diesen Beitrag zur Belebung der Innenstadt hat sich der HGV 700 Euro kosten lassen (Vorjahr 600 Euro). Abschließend kündigte er an, dass die Stammtischgespräche wieder intensiviert werden sollen, bei denen anliegende Probleme möglichst transparent gemacht werden können.

Nach dem Kassenbericht von Hans-Jürgen Carlsen, der über eine solide finanzielle Basis des Vereins Auskunft geben konnte, standen Wahlen auf der Tagesordnung. Dabei wurde Bernd Wigger, dem ein außergewöhnlich großes Engagement bescheinigt wurde, einstimmig in seinem Amt bestätigt. Ebenso reibungslos verlief die Wiederwahl von Hans-Jürgen Carlsen als Kassenwart. Dieser kündigte allerdings an, dass dies sein letzte Amtsperiode sein werde. Es gehe nun darum, Jüngere für das Mitwirken im HGV zu gewinnen.

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