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neue wege bei der brandbekämpfung : Überzeugend auf der ganzen Linie

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Amrumer Feuerwehren wurde ein neuer Löschzusatz präsentiert – Neue Möglichkeiten beim Objektschutz und der Menschenrettung

von
erstellt am 22.Aug.2013 | 18:00 Uhr

Von den neuen Möglichkeiten spezieller Technologien bei der Brandbekämpfung konnten sich die für den Brandschutz auf Amrum verantwortlichen Vertreter der Feuerwehren, Verwaltung und Kommunen im Rahmen eines Informationsabends überzeugen.

Im Fokus stand der Löschmittelzusatz F-500. Nachdem dessen Lösch- und Kühlerfolge demonstriert worden waren, herrschte unter den Anwesenden Einigkeit, dass umgehend eine Nachrüstung der Amrumer Wehren angestrebt werden sollte.

Wie die dritte stellvertretende Amtswehrführerin Petra Müller erklärte, bediene man sich im Amtsbereich des Wasser- und Schifffahrtsamts Tönning der Technologie bereits in Form von Feuerlöschern. „Am Eidersperrwerk hat man nach einer überzeugenden Demonstration nicht lange gezögert und die Umrüstung vollzogen“, erklärte der Außenbezirksleiter Wolfgang Stöck.

Eingeladen war der stellvertretende Wehrführer der Feuerwehr Witzwort, Andreas Lesch, der den Zusatz demonstrierte. Den die Wyker Wehr bereits einsetzt und mit dem sie gute Erfahrungen gesammelt hat. Die Technik überzeugte auch den Stationsleiter und ersten Vormann der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, Sven Witzke. Die Wärmeabfuhr von einem erhitzten Metallteil war nach dem Einsatz des Wirkstoffs so enorm, dass das vorher nahezu glühende Metallteil nach nur wenigen Sprühstößen mit der bloßen Hand anfassbar war. Die DGzRS wird das F-500 für alle neuen Schiffe einführen beziehungsweise entsprechend umrüsten.

Lesch besprühte einen Reethaufen halbseitig und zündete diesen anschließend an, der daraufhin nur auf der nicht präparierten Seite brannte. Ein beeindruckender Effekt, dessen enormen Nutzwert die anwesenden Brandschützer mit dem hohen Bestand an Reetdächern auf Amrum in Verbindung brachten. „Das eröffnet völlig neue Möglichkeiten bei dem Objektschutz und der Menschenrettung“, sieht Wolfgang Stöck viele Einsatzvarianten.
Zwei brennende Autoreifen bezwang Lesch mit einer Kübelspritze mit entsprechenden F-500-Zusatz. „Bei einem Autobrand mussten wir die gesamten 2500 Liter Löschwasser aus dem Tank aufbringen, um auch die Reifen abzulöschen“, erinnerte sich ein Kamerad.

Die Arbeitsweise bestehe in der Kapselung der Brandgase, der besseren Durchdringung des Brennmaterials mit dem Löschwassergemisch und der bereits bei 70 Grad beginnenden Abführung der Verbrennungswärme durch Verdampfung, erläuterte Lesch abschließend die Arbeitsweise der Encapsulator-Technology. Informationen zu dem neuartigen Löschmittelzusatz sind unter www.f-500.eu/ nachzulesen.

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