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Föhrer Feuerwehr : Überlebenswichtiges Werkzeug

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Einsatzkräfte wurden mit einem zweiten Rettungsset für Autounfälle ausgestattet. Davon profitieren vor allem die Unfallopfer.

Schwere Autounfälle mögen auf Föhr nicht unbedingt an der Tagesordnung sein, aber dennoch ist es wichtig, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Wie schnell die Insel-Feuerwehr mit der bisherigen Ausrüstung an die Grenzen stoßen konnte, zeigte sich jüngst bei einer Übung. Hier wurde ein Autounfall simuliert, bei dem zwei Fahrzeuge an der Ampelkreuzung am Hafen zusammengestoßen waren. Zwar konnten alle „Verletzten“ nach nicht einmal einer Stunde nach Alarmierung gerettet werden, aber nur, weil mit der Feuerwehr Oldsum jetzt eine zweite Wehr mit einem Set für Autounfälle ausgestattet ist.

Mit der zweiten Schere und dem zweiten Spreizer konnten beide Autos gleichzeitig bearbeitet werden. Für Ocke Holm, Einsatzleiter bei der Übung, ein großer Zugewinn: „Man spricht in solchen Situationen von der goldenen Stunde, die man Zeit hat, um die Verletzten aus dem Auto zu retten, damit diese größtmögliche Überlebenschancen haben. Mit der zweiten Ausrüstung konnten wir das gut schaffen. Mit dem Ergebnis sind wir alle zufrieden“, erklärt er.

Übungsleiter Jörg Carstensen zeigte sich erstaunt, dass sich die Kollegen aus Oldsum so schnell an das neue Gerät gewöhnt haben: „Ich bin echt beeindruckt, was sie da abgeliefert haben. Das Zusammenspiel hat super geklappt und die Kameraden haben sich die Technik sehr schnell angeeignet. Hut ab.“

Für Jan Brodersen, Wehrführer in Oldsum, ist das neue Gerät eine Bereicherung: „Wir haben es im September bekommen und seitdem viele Male geübt. Seit letzter Woche sind wir nun einsatzbereit und werden bei Verkehrsunfällen mitalarmiert. Natürlich hoffen wir aber, dass dies nicht so oft der Fall sein wird.“

Der neue Rettungs-Satz wurde auf Initiative des Kreises Nordfriesland angeschafft: In einem Gebiet bestimmter Größe muss eine entsprechende Anzahl von Sets vorhanden sein. Und mit Oldsum ist nun auch eine Wehr auf dem Land ausgerüstet und kann dort schnell zur Stelle sein. „Ungefähr ein bis drei Mal im Jahr mussten wir bisher damit arbeiten. Und ich hoffe nicht, dass wir es in Zukunft häufiger brauchen werden“, so Carstensen. Trotzdem hält er Übungen wie diese für sehr sinnvoll: „So konnten wir realitätsnah und unter Originalbedingungen unser Können unter Beweis stellen. Das ist natürlich ein großer Vorteil“, hob er hervor.

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