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Grundschule Föhr-Land : Trommelzauber im Klassenzimmer

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Viel Rhythmus, kaum Worte: Die Kinder wussten die afrikanische Djembé schnell zu schlagen.

„Singen, Tanzen und Trommeln haben etwas Archaisches“ so Bernhard Heitsch von der Firma „Trommelzauber“ und ergänzt, dass im Menschen eine tiefe Sehnsucht liege, gemeinsam mit anderen aktiv sein zu wollen. Das gemeinsame Trommeln habe eine niedrige Einstiegshürde und ein simples Konzept, so dass sofort alle dabei sein können. Auch gebe es kein Richtig und Falsch, erklärt der Pädagoge und Musiker.

Auch wenn das Konzept simpel sein mag, es ist beeindruckend und mitreißend, nicht nur für Kinder: Die Grundschule Föhr Land hatte durch einen ehemaligen Kollegen von dem musikpädagogischen Konzept von „Trommelzauber“ erfahren und wollte ihren Schülern diese Mitmachaktion nicht vorenthalten.

Schon die erste Begegnung mit Heitsch, der die Kinder ohne Worte, nur mit Mimik und Gestik aufforderte, in einem Halbkreis um ihn herum Platz zu nehmen, faszinierte. Für jedes Kind stand eine Djembé, eine einfellige, aus Westafrika stammende Bechertrommel, bereit, die sofort zum Mittrommeln einlud. Die einfachen, aber eindrucksvollen Rhythmen, zum Teil mit Klatschen verbunden, trommelten die Schüler spontan nach, was eine unbeschreibbare Atmosphäre hervorrief. Die (anfangs) ausschließlich non verbale Kommunikation versetzte manche Lehrkraft in helles Erstaunen: „Vielleicht reden wir zu viel.“

Aber Heitsch erzählte den Kindern auch von dem kleinen Trommelzauberdorf „Tamborena“ im Senegal. Wenn auch der Ortsname umgetauft wurde, so dass er für europäische Ohren wohl klingt, das Dörfchen gibt es wirklich, ist es doch auch der Ort der ersten Begegnung und der Ort der Infizierung mit dem „Trommelvirus“. Perfekt auf die Rhythmen abgestimmt waren Begleitmusik und Lieder aus den Lautsprechern, in Sprachen, deren Vokabeln niemand hier kennt, deren Inhalt aber sofort verstanden wurde: Macht mit, habt Mut, keiner ist allein.

Während der Vormittag allein den Schülern gehörte, stand der Nachmittag im Zeichen eines Trommelkonzertes, zu dem auch die Eltern eingeladen waren. Selbstverständlich durften und mussten sie mitmachen und ließen sich ebenso mitreißen wie ihr Nachwuchs. „Die Beteiligung war grandios“ fasste Schulleiter Michael Oldigs hoch erfreut den Tag zusammen und verriet, dass eine Wiederholung bereits in Planung sei.

 

 

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