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herz für tiere : Treffpunkt für Katzenfreunde

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Oldsumerin Hildegard Gottfried möchte regelmäßige Treffen mit Gleichgesinnten ins Leben rufen – dabei hat sie auch das Elend streunender Tiere im Auge.

Ein großes Herz für alle Tiere, besonders, wenn sie in Not sind, hat die Oldsumerin Hildegard Gottfried. Doch den größten Platz im Herzen der seit vielen Jahren mit Oldsum verbundenen Künstlerin nehmen die Katzen ein. Als sie 1999 gemeinsam mit ihrem Mann endgültig nach Föhr zog, erkannte sie, dass die Problematik unkastrierter Katzen auch hier zum Alltag gehört, und sie bemühte sich, alles dagegen zu tun. Sie lernte dabei aber auch viele Menschen kennen, die sich um das Los dieser Tiere kümmern. Das brachte Hildegard Gottfried auf die Idee: „Man müsste eine Art Stammtisch ins Leben rufen.“ Hier könnten sich alle Katzenfreunde in regelmäßigen Abständen treffen und ihre Erfahrungen austauschen. Zum Gedanken dieses „Katzen-Netzwerkes“ gehört nicht nur Hilfe für Streuner. Vielmehr wäre damit auch die Chance verbunden, dass sich die „Dosenöffner“ gegenseitig bei der Versorgung der Pelztierchen aushelfen.

Neben Katzen haben es der Oldsumerin auch die Stachelritter besonders angetan. Sie hilft in Notfällen in der Wyker Igelstation von Angela Bruchwitz aus und versorgt die kleinen Stachelträger mit Futter und Käfig-Einstreu. Auch für die Erstversorgung von kleinen Igeln ist sie inzwischen die angesagte Oldsumer Adresse. Dazu stellt Hildegard Gottfried aber eindeutig klar: „Die Igelstation ist die Sache von Angela Bruchwitz, und ich bin dabei nur als Hilfskraft aktiv.“

Bereits als junges Mädchen wünschte sich Hildegard Gottfried einen schnurrenden Stubentiger. Doch dieser Wunsch wurde ihr zunächst nicht erfüllt, ebenso wenig wie ihr großer Kindertraum: nämlich Künstlerin zu werden. Schon früh konnte sie sich nichts Schöneres vorstellen, als bei ihrem Großvater zu sitzen und mit ihm zu malen. Der war, weil er das Geld verdienen musste, als Anstreicher tätig, doch in seiner Freizeit betätigte er sich als Kunstmaler.

Der Familienrat beschloss, dass Hildegard einen „vernünftigen“ Beruf haben müsse, und so absolvierte sie eine kaufmännische Lehre, um dann aber schließlich in der Nachrichtenredaktion des Hessischen Rundfunks zu arbeiten. Sie heiratete Paul Gottfried, und das Ehepaar lebte ab 1960 in Hofheim in der Nähe von Frankfurt. Neben ihrem Beruf und ihrer Familie engagierte sich Hildegard Gottfried im Tierschutz, wobei ihr vor allem die Hilfe für Katzen ein wichtiges Anliegen war. Rasch hatte sie erkannt, dass das Elend vieler streunender Tiere durch deren ungebremste Vermehrung immer mehr zunimmt.

Ihre erste eigene Katze hatte ihr Mann, wie sie heute berichtete, als halb verhungerten Winzling von Mallorca nach Deutschland geschmuggelt. Die Zahl der Stubentiger im Hause Gottfried stieg im Laufe der Jahre auf vier an. Im Alter von 50 Jahren erfüllte sich Hildegard Gottfried ihren zweiten Kindertraum. Sie kündigte beim Hessischen Rundfunk, wohl wissend, dass sie damit auf ihre Rente verzichten müsse, und zog 1999 mit ihrem Mann nach Oldsum um, wo sie schon seit längerem in ihrem Ferienhaus den Urlaub verbracht hatten. Nun konnte sie nach Herzenslust malen, ihre Galerie eröffnen und sich intensiv um Tiere in Not kümmern.

Alle Tierfreunde, die Interesse an lockeren Treffen bei einem Katzenstammtisch haben, können sich mit Hildegard Gottfried unter
✆04683/9633872 in Verbindung setzen.

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erstellt am 03.Feb.2015 | 09:00 Uhr

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