wyk : Treffpunkt für Familien

Freuen sich über die neu gestalteten Räume: Monika und Andreas Reincke und ihr Mitarbeiter Kilian Osberghaus.
Freuen sich über die neu gestalteten Räume: Monika und Andreas Reincke und ihr Mitarbeiter Kilian Osberghaus.

Die Freizeithelfer starten mit neuem Namen und neuem Konzept in die Saison. Bewährte Angebote wird es aber auch weiter geben.

shz.de von
25. Mai 2018, 15:30 Uhr

Die Freizeithelfer haben einen neuen Namen und ein neues Konzept: Sie nennen sich jetzt „Treffpunkt Urlauberseelsorge“ und dieser Name ist Programm. Denn die Türen der Einrichtung am Sandwall sollen künftig auch dann offen stehen, wenn dort keine Veranstaltungen stattfinden, Urlauberfamilien sollen hier einen Ort zum Austausch und Kennenlernen finden.

Inselgäste konnten nicht immer auf Anhieb mit dem Begriff „Freizeithelfer“ etwas anfangen, fühlten sie sich doch durchaus in der Lage, ihre Zeit auf Föhr selbst zu gestalten. Doch bei näherem Hinsehen lernten Interessierte das umfangreiche Angebot dieser von der evangelischen Kirche getragenen Einrichtung schätzen, das von der Gute-Nacht-Geschichte bis hin zu Wattwanderungen für Kinder und Bastel- und Spielangeboten für alle reichte. Waren ursprünglich, vor sage und schreibe 42 Jahren, die Freizweithelfer nur während des Sommers aktiv gewesen, war unter dem Eindruck der großen Nachfrage das Angebot immer mehr ausgedehnt worden, um nun rund um das Jahr stattzufinden. Einen wesentlichen Anteil an diesem Erfolg hat sicherlich Monika Reincke, die nun im 27. Jahr die Einrichtung leitet.

Inzwischen waren nicht nur die Bezeichnung „Freizeithelfer“, sondern auch deren Räume im ersten Stock des Veranstaltungszentrums am Wyker Sandwall in die Jahre gekommen, was Anlass war, die Aktivitäten zu überdenken, zumal vor etwa zwei Jahren der Umzug vom Sandwall in die Feldstraße diskutiert wurde. Zwar fiel dann die Entscheidung, den bisherigen Standort im Veranstaltungszentrum beizubehalten, aber er wurde in jeder Hinsicht modernisiert.

Neu ist nicht nur der Name. Auch die Räume, in denen bisher der Sperrgut-Charme der 90-er Jahre dominierte, wurden aufgefrischt. Die Notwendigkeit dazu erkannten die Wyker Tourismus GmbH (WTG) und der Kirchenkreis Nordfriesland: Die Touristiker renovierten die Räume komplett, der Kirchenkreis spendierte die Möbel. Und die Evangelische Bank unterstützte die Arbeit der Urlauberseelsorge Föhr mit 800 Euro. „Ist das nicht toll“, freut sich Monika Reincke, „wir haben eine gemütliche Einrichtung und eine komplett neue Küchenzeile bekommen“. Zwischen den Räumen soll jetzt noch eine Glastür eingebaut werden, damit notwendige Besprechungen ungestört stattfinden können.

Die umgestalteten Räume sollen nun den Rahmen für das neue Konzept bilden: Ein Treffpunkt zum Reinschauen, Wohlfühlen und Mitmachen. „So oft wie möglich soll die Tür im ersten Stock des Veranstaltungszentrums offen stehen, damit Eltern und Kinder gemeinsam mit anderen Familien in Kontakt kommen können“, sagt Reincke. Dabei ist die Personalsituation ein Wermutstropfen für Monika Reincke. Zu ihrem Team gehören nämlich zur Zeit nur Ehemann Andreas Reincke als Assistent und Kilian Osberghaus, der ein freiwilliges ökologisches Jahr absolviert. Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter im freiwilligen sozialen Jahr konnten bisher nicht gefunden werden. Das Problem besteht unter anderem darin, dass die bisherige Wohnung nicht mehr zur Verfügung steht und ein FSJ-ler von seinem Taschengeld keine Unterkunft auf Föhr bezahlen kann. Durch die neue Studienordnung mit ihren Master-Studiengängen, die keine langen Semesterferien wie in früheren Jahren vorsehe, werde es auch schwieriger, Mitarbeiter aus dem pädagogischen Bereich zu bekommen.

Der frische Wind, der durch die Räume am Sandwall weht, wird auch im Programmheft: „Zeit für Dich“ deutlich. Flott und bunt aufgemacht führt es durch das Programm eines ganzen Jahres, wobei deutlich wird: liebgewordene Angebote aus der Freizeithelfer-Ära, natürlich auch die Gute-Nacht-Geschichte, bleiben erhalten.





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