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Freiwillige Feuerwehr : Traumergebnis für den Chef

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Für weitere sechs Jahre: Der Wyker Wehrführer Kai Sönnichsen wurde einstimmig im Amt bestätigt.

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2015 | 11:45 Uhr

„Wir sind beide sehr stolz und überwältigt von diesem Wahlergebnis“. So der Kommentar des Wyker Wehrführers Kai Sönnichsen, nachdem er und sein Stellvertreter Ocke Holm bei der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr im Kurgartensaal einstimmig für weitere sechs Jahre in ihren Ämtern bestätigt worden waren. 69 Ja-Stimmen waren sowohl auf ihn, als auch auf Holm entfallen – dabei hatte Sönnichsen bei der Eröffnung der Versammlung darauf verwiesen, dass 64 der 96 Aktiven erschienen waren. Kassenführer Norbert Fritsch, der die Wahl geleitet hatte, konnte dieses Ergebnis rasch aufklären: Fünf neue Mitglieder waren an diesem Abend von der Jugendfeuerwehr und anderen Wehren übernommen worden und waren damit stimmberechtigt geworden.

Begrüßen konnte Wehrführer Sönnichsen zur 137. Jahresversammlung die „Spitzen“ der Stadt Wyk und des Amtes Föhr-Amrum, Kreiswehrführer Christian Albertsen, sowie Vertreter der Nachbarwehren, der Polizei und des Ordnungsamtes. Sogar Wyks ehemaliger Tourismus-Chef Armin Korok hatte es sich als Noch-Mitglied nicht nehmen lassen, zu dieser Zusammenkunft aus Ostfriesland anzureisen.

„Wir hatten ein erfolgreiches und ruhiges Jahr, und alle Aktiven sind wieder gesund nach Hause gekommen“, führte Sönnichsen aus. Zu 97 Einsätzen mussten die Brandschützer im Verlauf des Jahres ausrücken. Es
handelte sich dabei überwiegend um technische Hilfeleistungen, unter anderem bei 22 Hubschrauberlandungen, aber auch um die Befreiung eines Igels, der sich in einem Kellerfenster festgeklemmt hatte. Von Einsätzen bei Großfeuern war die Wyker Wehr im vergangenen Jahr verschont geblieben.

Überwältigt äußerte sich Sönnichsen auch über die Spendenbereitschaft der Bevölkerung, aber ganz besonders der Wyker Geschäftswelt. Viele waren dem Aufruf der Feuerwehr gefolgt, bei der Beschaffung leichterer Sommer-Einsatzkleidung zu helfen, so dass bisher 55 Jacken und Hosen beschafft werden konnten. Immerhin kostet solch eine Schutz-Kombination 350 Euro. Abschließend bedankte sich Wehrführer Sönnichsen für die gute Zusammenarbeit mit allen Wehren und den Einrichtungen der öffentlichen Ordnung.

Die Jugendwarte von Wyk und Boldixum, Markus Lindemann und Marvin Wildemann legten ihre Jahresberichte zusammen vor. Die beiden Nachwuchsorganisationen übten ihre Dienste gemeinsam aus, womit es möglich geworden sei, eine komplette große und eine kleine Gruppe auf die Beine zu stellen. Der Nachwuchs war unter anderem bei diversen Wettkämpfen erfolgreich dabei und hatte sich auch mit zwei Terminen an der Föhrer Kinder-Uni beteiligt.

Für den Feuerwehr-Musikzug, der aus Mitgliedern der Musikfreunde Osterland-Föhr besteht, legte Jan Ketels den Bericht vor. 33 Musiker, darunter elf Frauen, haben sich danach im vergangenen Jahr unter Leitung von Jürgen Spittler zu 72 Terminen zusammengefunden.

Nach dem Kassenbericht von Norbert Fritsch und der Wahl der Wehrführung wurden Sören Kohn zum stellvertretenden Jugendwart Wyk und John Klempert zum Kassenprüfer bestimmt.

Nach Ehrungen und Beförderungen (über die wir gesondert berichten) kamen die Gäste zu Wort, wobei Amtsdirektorin Renate Gehrmann den Reigen eröffnete. Sie bedankte sich dafür, dass die Feuerwehrmänner 365 Tage im Jahr einsatzbereit sind. „Ihre Bereitschaft zur Hilfe ist unser Ruhekissen“, betonte die Amtsdirektorin. Auch Bürgermeister Paul Raffelhüschen dankte für die Aktivitäten der Feuerwehrmänner. Ankündigen konnte er, dass die Boldixumer Löschgruppe in der 43. Kalenderwoche mit ihrem neuen Einsatzfahrzeug rechnen kann.

Der Leiter der Föhrer Polizeistation, Udo Höfer, äußerte die Befürchtung, dass es bei der anstehenden Umstrukturierung der Wasserschutzpolizei zu Versorgungsdefiziten kommen könnte. Die müssten dann von der Polizei und der Feuerwehr gemeinsam aufgefangen werden.

Der nordfriesische Kreiswehrführer Christian Albertsen freute sich darüber, dass es auf Föhr genau 544 Feuerwehrleute gibt. Er wertete dies als Beweis dafür, dass die Wehren auf der Insel gar nicht so schlecht aufgestellt sind. Die Informationsveranstaltung sämtlicher nordfriesischer Wehren zu Beginn des Februar wertete Albertsen als großen Erfolg, bei dem die Arbeit der Aktiven bestätigt wurde.

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