Traum-Debüt für Judith und Ina

Judith Burmester im Zweikampf mit einer Estin. Foto: Florian Büchting
Judith Burmester im Zweikampf mit einer Estin. Foto: Florian Büchting

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09. Dezember 2009, 10:30 Uhr

Wyk | Jeweils Traumstarts erwischten die beiden WTB-Floorball-Asse Judith Burmester und Ina Jensen (derzeit für die SG Seebergen/Hamburg in der Bundesliga aktiv) bei ihren ersten Weltmeisterschafts-Teilnahmen in der Damen-Nationalmannschaft im schwedischen Västeras. Die deutschen Damen kämpfen dort bei der B-WM um den Sieg, denn nur der garantiert die direkte Qualifikation für das Endturnier 2011 in der Schweiz.

Zunächst war es Ina, die beim Auftakterfolg in der Gruppe D über Kanada in der 53. Minute den 7:2-Endstand herstellte und zum 2:1 die Vorlage servierte, während Judith diese Partie komplett von der Bank aus verfolgte. Umgekehrt lief es dann im zweiten Match gegen Estland. Kurz nach ihrer Einwechselung gelang Judith ihr erstes Tor als sie einen tollen Spielzug mit Juliane Hoffmann (VfR Seebergen) und Magdalena Tauchlitz (SG Sparkasse Weißenfels/Chemnitz) zur zwischenzeitlichen 3:0-Führung abschloss. "Ich bin natürlich super glücklich. So ins Turnier zu finden, ist schon toll. Bedanken muss ich mich aber vor allem für das super Zuspiel", blieb die Angreiferin bescheiden. In der dritten Partie war es dann wieder Ina, die ein Tor (zum 7:0) beim 7:1 über Japan erzielte.

Doch richtig glücklich dürften die beiden 19-jährigen jeweils 1,68 Meter großen Föhrer Angreiferinnen und ihre Teamkameradinnen nicht sein. Denn unnötige Zeitstrafen in der Schlussphase gegen Estland begünstigten noch den 3:3-Endstand (1:0, 2:1, 0:2). Eine Punkteteilung, die für das deutsche Team Folgen haben könnte. Denn nun muss im abschließenden heutigen Gruppenspiel (15.30 Uhr) gegen die bislang dreimal siegreichen Ungarinnen mindestens ein Remis her, um ins Halbfinale zu gelangen. Zwar belegen die deutschen Damen derzeit Platz zwei (5 Punkte), doch die Estinnen (3) würden nach dem zu erwartenden Sieg über Kanada (0) die bessere Tordifferenz aufweisen.

"Ungarn liegt uns als Gegner, weil die Mannschaft spielerisch sehr stark ist. Estland war dagegen übertrieben körperlich präsent, während Kanada gegen uns Eishockey und Japan zuletzt Schaschlik, aber eben nicht Floorball, gespielt haben", machte Team-Managerin Katja Röhrs in Optimismus. Bundestrainerin Silke Unger hatte ihren Schützlingen am gestrigen spielfreien Tag Entspannung verordnet. Das Team genoss einen Saunabesuch, während sich Västeras, die sechstgrößte Stadt Schwedens, aufgrund der Erfolge der Gastgeber im Floorball-Fieber präsentiert.

Entspannung, die offensichtlich nötig war. "So etwas habe ich noch nicht erlebt. Unglaublich, die Japanerinnen haben es geschafft, 90 Minuten durchweg zu brüllen. Ich kam mir vor, wie auf einem Wochenmarkt in Tokyo", wunderte sich Nationalspielerin Magdalena Tauchlitz aus Weißenfels, die aktuell im finnischen Lappeenranta spielt.

"Ich freue mich über jeden Einsatz und darüber, Erfahrung sammeln zu können. Denn leider kann ich aktuell auf Föhr aufgrund von vielen Wegzügen nirgendwo spielen. Ich versuche aber, die zweite Saisonhälfte beim Bundesligisten Hamburg zu starten. Im Sommer soll dann in Wyk ein neuer Versuch gestartet werden", blickte Judith, die im vergangenen Jahr bei der U19-WM bereits internationale Luft schnupperte, schon einmal in die Zukunft.

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