Auf Föhr : Tourismus-Verband neu aufgestellt

Der neue Verbandsvorsteher Hark Riewerts (M.) mit seinen Stellvertretern Hans-Ulrich Hess und Silke Ofterdinger-Daegel.
Der neue Verbandsvorsteher Hark Riewerts (M.) mit seinen Stellvertretern Hans-Ulrich Hess und Silke Ofterdinger-Daegel.

Hark Riewerts zum Vorsitzenden gewählt. Zusammenarbeit zwischen Föhr und Amrum soll enger werden.

shz.de von
20. Juli 2018, 18:45 Uhr

„Die Belange des Fremdenverkehrs müssen Chefsache sein.“ Dies betonte der Oldsumer Bürgermeister Hark Riewerts, nachdem er bei der konstituierenden Sitzung des Föhrer Tourismus-Zweckverbandes zum Verbandsvorsteher gewählt worden war. Zuvor hatte er die Sitzung eröffnet, um dann deren Leitung an das älteste Mitglied des Gremiums zu übergeben. Renate Sieck, die eigentlich nur als Stellvertreterin des bisherigen Verbandsvorstehers Till Müllers teilnahm, war nicht gerade begeistert, dass sie die Rolle der Alterspräsidentin übernehmen musste. Da sie aber inzwischen Routine hat, brachte Sieck die Wahl von Hark Riewerts zum Verbands-Chef rasch über die Bühne, um ihm nach seiner Vereidigung das Zepter zu übergeben.

Zum ersten Stellvertreter wurde Hans-Ulrich Hess gewählt, zur zweiten Stellvertreterin Dr. Silke Ofterdinger-Daegel. Dem Rechnungsprüfungs-Ausschuss des Verbandes gehören Michael Lorenzen, Joachim Christiansen sowie Norbert Nielsen an, und in den Aufsichtsrat der Föhr Tourismus GmbH (FTG) wurden Heidi Braun, Hark Riewerts und Göntje Schwab für Föhr-Land entsandt. Die Stadt Wyk wird in diesem Gremium durch Hans-Ulrich Hess, Silke Ofterdinger-Daegel und Till Müller vertreten.

„Ich nehme dieses Amt sehr ernst“, betonte der frisch gewählte Verbandsvorsteher, und erinnerte kurz an die Entwicklung von der früheren Fremdenverkehrsgemeinschaft Föhr über die Föhr-Touristik bis hin zur FTG. „Es ist in diesen Jahren viel bewegt worden, aber man kann es immer noch besser machen“, so Riewerts, der zur engen Zusammenarbeit zwischen Föhr und Amrum aufrief. Dabei zeigte er sich überzeugt davon, dass „auf beiden Inseln gute Leute im Fremdenverkehr tätig sind, die etwas reißen können“.

Als Sprecher der Projektgruppe verwies Bernd Wigger auf die Notwendigkeit der Kommunikation, die noch entwicklungsfähig sei. Als wichtiges Thema nannte er die schlechte Verkehrssituation auf dem Festland. „Nicht nur Sylt, sondern auch wir und vor allem auch unsere anreisenden Gäste leiden unter der Marschbahn und der B 5, deshalb ist wichtig, dass wir als Betroffene gemeinsam auftreten.“ Als weiteres Thema nannte Wigger die Hunde-Situation auf Föhr. Man müsse Regelungen finden, damit alle gut zusammen zurechtkämen.

Für die FTG gab deren Geschäftsführer Jochen Gemeinhardt einen Überblick über die jüngsten Aktivitäten, wobei er unter anderem auf Messebesuche in der Schweiz und in Österreichs Hauptstadt Wien verwies, die zu fruchten begännen. Die Saison ist nach Gemeinhardts Überzeugung gut angelaufen. Besonders der Mai sei „sehr stark“ gewesen, was auch daran deutlich werde, das über 1000 Tageskurkarten mehr als im Jahr zuvor verkauft wurden.

Die FTG habe ein Elektro-Dreirad angeschafft, berichtete Gemeinhardt weiter, und es sei geplant, mit diesem Gefährt am Fähranleger Präsenz zu zeigen und dort auch Tageskarten zu verkaufen. Zudem existiere eine FTG-interne Arbeitsgruppe, die sich insbesondere mit den Themen Gastronomie und Infrastruktur befasse. Dazu gehörten auch Überlegungen zur Neuansiedlung von gastronomischen Betrieben.

Schließlich verwies Jochen Gemeinhardt auch auf die anstehenden Termine. Dazu gehören unter anderem ein großes Strandfrühstück sowie ein Strandburgen-Wettbewerb im Rahmen der Kinder-Uni als Projekte zweier Auszubildender der FTG.

Zum Abschluss der konstituierenden Sitzung forderte der Wyker Lars Schmidt, dass die Einführung der Föhr-Amrum-Card endlich vorangetrieben wird. „Diese Karte ist das allerwichtigste Vorhaben“.

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