zur Navigation springen

Unerwartete Entscheidung : Tourismus-Chef räumt seinen Posten

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Fast zehn Jahre lang leitete Armin Korok die Föhr Tourismus GmbH. Nun verkündete der Geschäftsführer überraschend seinen Abschied aus dem Unternehmen zum Jahresende.

Derzeit steht die Organisationsstruktur der Föhr Tourismus GmbH (FTG) auf dem Prüfstand und auch das Tourismuskonzept wird überarbeitet. Eine erste Entscheidung ist nun gefallen, wie der Aufsichtsratsvorsitzende und Wyker Bürgermeister Paul Raffelhüschen und der FTG-Geschäftsführer Armin Korok gestern mitteilten: Korok wird seinen Posten zum Jahresende nach fast zehnjähriger Tätigkeit räumen und vorzeitig aus seinem noch bis 2018 laufenden Anstellungsvertrag ausscheiden.

Ohne Groll, wie der Geschäftsführer betont, der seinen Schritt mit der gegenwärtigen Umstrukturierung des Unternehmens begründet, die er noch bis Dezember begleiten werde. Dann allerdings sei ein glaubwürdiger Neustart des Tourismus auf Föhr nur mit einem frischen und unverbrauchten Gesicht an der Spitze möglich. „Es ergibt wenig Sinn, neue Konzepte mit einer Person umzusetzen, die für die alten Inhalte steht.“ Das werde auf Föhr nicht akzeptiert, so Korok, wo man stark auf die touristischen Leistungsträger angewiesen sei. „Können die nicht mit ins Boot geholt werden, sind wir nicht mehr wettbewerbsfähig.“

Eine Entscheidung, mit der der scheidende Geschäftsführer Aufsichtsrat und Gesellschafter gleichermaßen überraschte. Anerkennende und dankende Worte fand Paul Raffelhüschen: „Armin Korok hinterlässt große Fußstapfen, der Tourismus auf Föhr trägt seine Handschrift“, so der Vorsitzende des Aufsichtsrates. Es werde nicht leicht sein, die Stelle adäquat wiederzubesetzen.

Zuvor wollen die Gesellschafter zügig die weitere Verfahrensweise festlegen. Denn die Umstrukturierung ist auf der Zielgeraden und auch das Tourismuskonzept als Leitfaden für die kommenden Jahre soll bis zum 31. März stehen.

Bereits gestern stand das voraussichtlich letzte Treffen der zehnköpfigen Arbeitsgruppe, in der die Stadt und Föhr-Land sowie die Amtsverwaltung und die FTG vertreten sind, auf dem Programm. Am 10. März soll die große Runde, mit den Fraktionssprechern der Parteien, den Stadtvertretern und Bürgermeistern von Föhr-Land immerhin 40 Personen, informiert werden. Für den 11. März schließlich ist eine öffentliche Veranstaltung im Kurgartensaal geplant, in deren Verlauf die Ergebnisse vorgestellt werden sollen. Bis Ende April, so hoffen die Verantwortlichen, haben die Beschlussfassungen dann die Vertretungen der Stadt und der Gemeinden passiert und können den FTG-Gremien, dem 13-köpfigen Aufsichtsrat und der 14-köpfigen Gesellschafterversammlung, übergeben werden.

„Was wir entwickelt haben, hat Hand und Fuß, sind sich Paul Raffelhüschen und Armin Korok einig. Der betont, das neue Konzept nicht nur mitzutragen, sondern auch umsetzen zu wollen. Die verbleibenden Monate sollen genutzt werden, die neuen Strukturen so weit auf den Weg zu bringen, dass ab Januar 2015 mit ihnen gearbeitet werden kann. Und die FTG hat ausreichend Zeit für ihre Suche nach einem neuen Geschäftsführer.

zur Startseite

von
erstellt am 27.Feb.2014 | 16:08 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen