amrumer inselmaler : Tosende See und dynamische Landschaft

Sind gute Freunde: Der Künstler (links) und Wolfgang Godglück.
Sind gute Freunde: Der Künstler (links) und Wolfgang Godglück.

Auf der Insel kennen den in Ostpreußen geborenen Maler alle unter den Namen „Panscho“. Dieser Spitzname spiegelt seine bis heute währende Leidenschaft wider, mit den Farben zu panschen, also mit Fingern zu malen.

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22. Juni 2014, 08:00 Uhr

Freunde und Familie, Kunstliebhaber, Insulaner und Gäste, alle waren zur Ausstellungseröffnung von Otfried „Panscho“ Schwarz in die Amrumer Windmühle gekommen. „Bekannt wie ein bunter Hund, der Inselmaler“, stellte Wolfgang Godglück seinen langjährigen Freund mit sehr persönlichen Worten vor. Zuvor hatte Volkert Langfeld, Vorsitzender des Mühlenvereines, den Künstler und die zahlreichen Gäste begrüßt.

Auf Amrum kennen den in Ostpreußen geborenen Maler alle unter den Namen „Panscho“. Dieser Spitzname spiegelt seine bis heute währende Leidenschaft wider, mit den Farben zu panschen, also mit Fingern zu malen. Schon während der Kieler Schulzeit brach seine Vorliebe für die bildende Kunst durch. Ein Studium an der Muthesius-Kunsthochschule ebnete schließlich den Weg zum Zeichnen und Malen.

Ein Wechsel an die Hochschule für Bildende Künste im damaligen West-Berlin förderte neben Panschos malerischem Können auch sein fotografisches Gedächtnis zutage. Bei der Aufnahmeprüfung mussten die Studenten aus dem Gedächtnis heraus Gegenstände zeichnen, die sie ein paar Tage zuvor gesehen hatten. „Panscho tat dies als Einziger in einer Präzision, die einmalig und naturgetreu war“, berichtete Wolfgang Godglück in seiner Ansprache.

Panscho entwickelte seine eigene Art der Malerei. Bei einem längeren Aufenthalt auf Sardinien nahm er sich „eine Auszeit zum Leben und Wirken“, und kehrte dann nach Berlin zurück. „Panscho ist ein Wandervogel, er überwintert in Berlin und sein Brutgebiet ist Amrum“, erzählte Wolfgang Godglück in der Mühle, an beiden Polen seines Lebens sei er inspiriert und fühle sich wohl.

Seine Kunstwerke sind das Ergebnis der Eindrücke, die Panscho in der Natur sammelt. Nach langen Spaziergängen entstehen kraftvolle Landschaften mit dynamischem Himmel, tosender See und farbenfrohen Sonnenauf- oder untergängen. „Das Bild entsteht erst, wenn ich anfange zu malen“, verzichtet der Künstler auf Skizzen oder Fotos. „Kein Bild ist geplant, es ist immer ein Prozess des Werdens“. In der Amrumer Windmühle sind die Werke täglich bis zum 15. August zu sehen.

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