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Insel-Bote

24. November 2017 | 01:28 Uhr

Föhr : Toller Auftakt der tollen Tage

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Der Wyker Jahrmarkt war schon am Eröffnungs-Nachmittag gut besucht. Auf die Festbesucher warten alte Bekannte und neue Attraktionen.

von
erstellt am 21.Okt.2017 | 10:00 Uhr

Paul Raffelhüschen ist ein großer Bürgermeister. Ein sehr großer. Der Mann misst an die zwei Meter und das hat ihm gestern das Leben gerettet. Denn so kam Raffelhüschen elegant darum herum, eine Fahrt im „Beast“, der neuen Jahrmarkts-Attraktion zu machen. „Da darf man nur bis 1,90 Meter rein“. Das Wyker Stadtoberhaupt war erleichtert.

Schließlich ist für ihn die Eröffnungsfahrt im „Break Dancer“ stets schon eine Herausforderung. Doch Raffelhüschen weiß, was sich für einen Bürgermeister gehört und stellt sich dieser Prüfung jedes Jahr aufs Neue – pflichtbewusst und tapfer. So auch gestern, nachdem er mit einer kurzen Ansprache „die fünfte Jahreszeit“ eröffnet und allen Festbesuchern „viel Spaß ohne allzuviel Regen“ gewünscht hatte.

Da hatten Föhrer Kinder den Break-Dancer schon längst zur Freifahrt geentert. Sie ließen sich jauchzend durchschaukeln, während Raffelhüschens Lachen von Runde zu Runde gequälter wirkte. „Ich hab’s überstanden, zum Glück ist das ja nur einmal im Jahr“, war er sichtlich erleichtert, als er, ziemlich blass im Gesicht, wieder festen Boden unter den Füßen hatte.

Die Kinder waren da längst weitergezogen. Nächste Station: „The Beast“, ein Karussell, das nicht nur so heißt, sondern auch tatsächlich ziemlich biestig ist. Erst mal fängt es ganz harmlos an. Die Gondel wird hin und her geschaukelt, während sie sich immer weiter in die Höhe schraubt. Am höchsten Punkt angekommen, hängen die Passagiere kopfüber in ihren Sitzen – und die Gondel dreht sich dabei. Was für die einen der ultimative Kick eines Jahrmarktbesuchs ist, bringt andere an ihre äußersten physischen und psychischen Grenzen. Und so mancher Mageninhalt landete gestern schneller unten als sein grünlich-bleicher Besitzer.

„Ich hätte das nicht überlebt“, meinte Paul Raffelhüschen und wandte sich lieber traditionelleren Festvergnügungen zu, bummelte mit Schausteller-Chef Jörn Hansen über den Heymannsplatz, gönnte sich ein Eröffnungsbier und schaute dem fröhlichen Treiben zu. Das hatte schon am frühen Nachmittag eingesetzt. Großeltern und Enkel, Eltern und Kinder flanierten über das Festgelände, freuten sich über vertraute Buden und Karussells und bewunderten Neuheiten. Noch bis Montag geht der Trubel weiter, dessen Höhepunkt am Sonntag gegen 20 Uhr wieder das große Feuerwerk sein wird.

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