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jahreswechsel auf föhr und amrum : Tolle Stimmung auf beiden Inseln

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

In diesem Jahr zeigte sich der Wettergott gut gelaunt und präsentierte in der Silvesternacht einen sternenklaren Himmel und moderate Temperaturen. Gäste und Einheimische begrüßten gemeinsam das neue Jahr.

shz.de von
erstellt am 02.Jan.2014 | 08:00 Uhr

In diesem Jahr zeigte sich der Wettergott gut gelaunt und präsentierte in der Silvesternacht einen sternenklaren Himmel und moderate Temperaturen. Ideal, um den Jahreswechsel ausgelassen und abwechslungsreich zu begehen. Beide Inseln sind gut besucht und die Gäste nutzten den Abend für ausgedehnte Spaziergänge, kehrten zu einem leckeren Essen ein und begrüßten gemeinsam mit den Insulanern das neue Jahr.

Hatte anfangs auf dem Wyker Sandwall der auflandige Wind für Bedenken bei den Veranstaltern gesorgt, entwickelte sich zu vorgerückter Stunde eine stimmungsvolle Party. Die, wie Armin Korok, Geschäftsführer der Föhr Tourismus GmbH rückblickend betonte, ruhig und friedlich war. So ruhig, dass sogar die Kollegen der Security die Disziplin bewunderten, die in der letzten Nacht des Jahres Seltenheitswert hätte.

Von Disziplin sprach auch Siegbert Wennholz. Der Leiter des WDR-Busbetriebes sprach seinen Fahrgästen, die gefühlt mehr gewesen seien als im vergangenen Jahr, ein großes Lob aus, Zwischenfälle habe es keine gegeben.

Auch die Festmeile präsentierte sich voller als im Vorjahr, als Sturm und Nebel viele von einem Besuch abgehalten hatten. Partystimmung pur, der auch der geschlossene Kurgartensaal keinen Abbruch tat (wir berichteten) – schließlich konnte man in das Foyer ausweichen.

Auch an den zentralen Treffpunkten in Nebel an der Kirche und in Norddorf auf der Hüttmannwiese war der Andrang groß. Und zu vorgerückter Stunde zog es schließlich rund 500 Besucher zur Silvesterparty in die Kniepsandhalle, um ausgelassen zu feiern.

Ganz groß wurde auch zu diesem Jahreswechsel der alte Brauch des Kenknerns und Hulkens gelebt. Auf Amrum etwas zogen Hunderte fantasievoll verkleidete Kinder und Erwachsene durch die Straßen, um bei den Insulanern einzukehren und ihre Identität erraten zu lassen. Wittdüns Bürgermeister Jürgen Jungclaus hatte es bei dem „bunten Haufen“ nicht leicht, seine „Bürgerinnen und Bürger“ zu identifizieren. Selbst die gut geheizte Wohnstube konnte nicht dazu animieren, die Verkleidung zu lockern. Ein hartes Stück Arbeit zum Jahreswechsel. Norddorfs Bürgermeister und Hotelier Peter Koßmann bedankte sich in Namen seiner Gäste für die Darbietungen der Hulken und auch der Noch-Interimspastor Georg Hildebrandt nahm den Brauch auf und hieß die Hulken im Pastorat willkommen.

In der Nebeler St.-Clemens-Kirche gab es zum Jahresende einen großen musikalischen Jahresrückblick mit einem Silvesterwunschkonzert. Und auf der Norddorfer Hüttmannwiese blickte Bürgermeister Koßmann in seiner traditionellen Ansprache auf die zwei heftigen Stürme „Christian“ und „Xaver“ zurück, die innerhalb von nur vier Wochen große Schäden auf Amrum und Föhr sowie an den Küsten beider Inseln verursacht haben. Punkt zwölf wurde dann in großer Runde das neue Jahr mit Wunderkerzen, Geläut und Sekt begrüßt. Gäste und Insulaner prosteten sich gemäß dem friesischen Neujahrsgruß „a seegend neijuar” ein gesegnetes neues Jahr zu.

Die Polizei auf beiden Inseln konnte für die Silvesternacht eine entspannte Bilanz vermelden. Auf Amrum musste lediglich eine übermäßig alkoholisierte auswärtige Person vorsorglich dem Rettungsdienst übergeben werden.

Das Abbrennverbot von Raketen und Böllern der Klasse II, dass auf ganz Amrum besteht, wurde zwar vereinzelt missachtet, die rückläufige Tendenz des Vorjahres wurde jedoch bestätigt. Diesen Eindruck stellte auch Norddorfs Bürgermeister für seine Gemeinde fest.

Auch auf Amrum wurde das kostenlose Busangebot in der Silvesternacht wieder sehr begrüßt und entsprechend stark frequentiert. Bis in den frühen Morgen wurde auf der großen Silvesterparty in der Kniepsandhalle getanzt und gefeiert. „Alle waren super drauf und feierten friedlich und ohne Streit in das neue Jahr“, lautete das positive Fazit auch hier.

Ihre Fortsetzung fand die gelöste Stimmung auf Föhr am gestrigen Neujahrstag. Der Gang in die eiskalte Nordsee stand an und die Initiatoren konnten mit 306 Teilnehmern einen neuen Rekord vermelden. Mehrerere Tausend Zuschauer hatten sich vor dem Wellenbad eingefunden, um den häufig lustig verkleideten Wagemutigen seelischen Beistand zu leisten.

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