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Satire auf Föhr : Tolle Ideen eindrucksvoll umgesetzt

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die sechsköpfige Jury machte es sich nicht einfach: Nach rund zwei Stunden standen die Gewinner des Preises „Erstmal“ fest.

shz.de von
erstellt am 01.Jul.2017 | 09:00 Uhr

Die Ausstellung „Wale. Kapitäne. Und Kollegen.“ im Wyker Friesenmuseum ist in vollem Gange, die Föhrer Satire- und Kabarettwoche dagegen vorbei. Geschichte ist auch die Verleihung des Föhrer Preises für Cartoons, Comics und Illustrationen „Erstmal“, der seinem Namen gerecht wurde und in diesem Jahr erstmals verliehen wurde.

Aus fast 500 Einsendungen aus zehn Ländern hatte eine fachkundige Jury um Katharina Franck (Kunst- und Gewerbemuseum, Hamburg), Jutta Kollbaum-Weber (Leiterin des Friesenmuseums), Till Müller (Vorsitzender des Föhrer Tourismus-Zweckverbandes), Martin Schulte (Ressortleiter Kultur, Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag), Jörg Stauvermann (Kurator der Ausstellung in Wyk) und Moppel Wehnemann (freie Autorin und Mitarbeiterin im Frankfurter Karikaturmuseum) im Vorfeld 100 Werke von 70 Künstlern ausgewählt, die noch bis zum 27. Oktober im Friesenmuseum betrachtet werden können. Und drei der Künstler konnten sich über die „Goldene Harpune“ – ein modifizierter Bleistift – für den ersten Platz in der jeweiligen Kategorie freuen.

Der erste Preis in der Kategroie Cartoons ging an Marco Finkenstein für die Zeichnung „Therapiegruppe“ vor Kriki (Seemannsheim) und Kai Flemming (Peeler). In der Kategorie Comics gewann der Schweizer Stefan Haller (Gestrandet), der seine Zeichnungen unter dem Pseudonym „Schlorian“ veröffentlicht, vor Ulf Keyenburg (Walheimat) und Thomas Körner (Das erste Mal), besser bekannt als ©TOM. In der Kategorie Illustration sicherte sich Andreas Karl (Bartenwal) den Sieg vor Birgit Schössow (Surf) und Klaus Trommer (Racing Whale Föhr). Den Sonderpreis der Jury, der über die Kategorien hinaus das beste Werk auszeichnete, erhielt Professor Ute Helmbold für die Graphic Novel „Der Schimmelreiter“. Das Werk habe sich dermaßen von den anderen abgehoben, sagt Kurator Jörg Stauvermann, dass man sich spontan entschlossen habe, diesen zusätzlichen Preis zu vergeben.

Leicht hatte es sich die Jury nicht gemacht, als es galt, die Gewinner festzulegen: rund zwei Stunden brauchte man. „Dass mit wenigen Dingen eine gute Idee transportiert wird“, sei eines der Kriterien gewesen, so Stauvermann. Einigkeit habe nur in der Kategorie Illustrationen geherrscht, hier habe es keine zwei Meinungen gegeben. Der „Bartenwal“ von Andreas Karl „ist ausgewogen in der Form der Gestaltung und präzise in der Beschreibung, wie der Mensch die Tiere schützt“.

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