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Insel-Bote

22. Oktober 2017 | 06:45 Uhr

Amrum : Tanzen auf tönernen Füßen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Figuren in Bewegung: Der Keramikkünstler Matthias Menk zeigt in einer Ausstellung in Norddorf neue „Strandschönheiten“.

Sie haben längst eine große Fangemeinde – die „Strandschönheiten“ des Amrumer Keramikkünstlers Matthias Menk. Nun eröffnete er in seinem Atelier „hoonwerk“ in Nebel eine neue Ausstellung. Schon am Eingang fielen die Blicke auf die Postkarten mit den bezaubernden Tonfiguren, perfekt in Szene gesetzt in der Inselnatur. Denn inzwischen sind nicht nur die kunstvollen Schönheiten eine Augenweide, Menk fotografiert sie auch und verewigt sie auf Postkarten und in einem Jahreskalender.

Menks neue „Strandschönheiten“ liegen nicht nur in der Sonne, viele seiner Figuren sind in Aktion – beim Surfen, Schlittschuhlaufen, Tanzen und Fahrradfahren. „Doch das ist eher ein Zufall“, sagt ihr Schöpfer. Bei der Fahrradfahrerin, sie ist auf dem Titel des Kalenders und sein Lieblingsmotiv, war die größte Schwierigkeit das passende Fahrrad zu bekommen. „Ich hatte schon lange die Idee, eine Radfahrerin darzustellen, doch habe ich nie das richtige Fahrrad gefunden“, berichtet er. „Dieses hier hat sogar Gummireifen und echte Bremsen, einfach klasse.“ Menks private Leidenschaft gilt dem Tango. Da war es nahe liegend, auch ein tanzendes Paar zu schaffen. „Die fließende Bewegung, und dann nicht an einzelnen Figuren sondern als Paar, das war die größte Herausforderung und hat am meisten Zeit in Anspruch genommen“, berichtet der Künstler. „Die Besonderheit ist natürlich, dass diese beiden barfuß tanzen, was ja ungewöhnlich ist“, sagt er und liefert gleich die Erklärung dazu: „Das ist angelehnt an unser Werbebild für das Tangofestival, das vom 27. bis 29. Oktober im Norddorfer Gemeindehaus stattfinden wird. Auf dem Bild tanzt ein Paar barfuß am Strand und es passt so gut zu Amrum, dass ich dieses Gefühl in meinen Figuren ausdrücken wollte“.

Matthias Menk arbeitet nicht immer aus der Fantasie heraus, manchmal sieht er auch eine Szene oder einen Menschen, der oder die ihn inspiriert und dann arbeitet er frei nach dem Gedächtnis. Auffällig ist, dass alle seine Figuren eine unglaublich ansteckende Fröhlichkeit ausstrahlen. „Man kann sich einfach nur erfreuen an den Strandschönheiten“, schwärmte ein Besucher der Vernisaage, als er die lächelnden Figuren betrachtete, und lächelte zurück.

Schon zum achten Mal zeigt der Keramikkünstler seine Schönheiten. Die ersten Figuren entstanden, als er sein Atelier noch in Weimar hatte und nur zeitweise bei Conny Schau in Norddorf arbeitete. In dieser Zeit entstand eine Freundschaft, die bis heute andauert, seither arbeitet Matthias Menk eng mit Conny Schau und Cornelia Garbe zusammen. Schließlich entschied er sich vor einigen Jahren, ganz nach Amrum zu ziehen. Er verbringt ein ganzes Jahr damit seine „Strandschönheiten“ zu töpfern. In den wechselnden Jahreszeiten in verschiedenen Landschaften werden diese dann fotografisch in Szene gesetzt und so entstehen der Kalender und die Postkarten von zwölf einzigartigen „Strandschönheiten“. Wer es nicht schafft im „hoonwerk“ einmal vorbei zu schauen, kann auch der Homepage von Matthias Menk einen Besuch abstatten, unter www.strandschoenheitem.com.

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