Föhr-Cup 2018 : Surf-Saison: Warum Föhr den cooleren Windsurf-Cup hat

In Nieblum gehen wieder Windsurfer aus ganz Deutschland an den Start.
In Nieblum gehen wieder Windsurfer aus ganz Deutschland an den Start.

Sylt mag mit dem Surf-World-Cup das größere Windsurf-Event haben – Föhr hat das originellere.

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08. Mai 2018, 17:30 Uhr

Nieblum | Das Dachgepäck auf den Autos in Dagebüll ändert sich, und die Laune vieler Wassersportabhängiger hellt sich auf. Klares Zeichen: Die Windsurf-Saison beginnt. Die Himmelfahrtswoche gilt vielen ambitionierten Trendsportlern aus nah und fern als offizieller Startschuss für die Surf-Saison. Und dann zieht es wie in diesem Jahr wieder Wassersportler aus ganz Deutschland nach Föhr – zum „Föhr-Cup“, der in diesem Jahr zum 38. Mal am Nieblumer Surfstrand gestartet wird.

Einmal mehr wird der Natur-Spot an der Südküste damit zum Mittelpunkt des Sport-Lebens auf der Insel – und Schauplatz einer Windsurf-Regatta, die mittlerweile zu den traditionsreichsten Deutschlands zählt, die dabei aber immer aufgeschlossen für Neues ist.

Rahmenprogramm ist „nicht von Pappe“

Auch bei der 38. Auflage hofft Dirk Hückstädt, Cheforganisator der Regatta und Leiter der Nieblumer Wassersport-Schule, auf spannende Rennen und spektakuläre Manöver. Auch wenn die Wetterdienste derzeit weniger vor Sturmböen und Hagel sondern mehr vor Sonnenbrand und Flüssigkeitsmangel warnen. „Egal“, sagt Hückstädt, „wenn es mit dem Wind nicht reichen sollte, gibt es ein Rahmenprogramm, das auch nicht von Pappe ist.“

So hatte es im letzten Jahr erstmals ein Stand-up-Paddel-Rennen gegeben oder einen Wettbewerb, bei dem gewinnt, wer sich als letzter stehend auf einem Windsurfboard befindet und zuvor fieseste Angriffe der Konkurrenz überstanden hat. Es bleibt dabei: Sylt mag mit dem Surf-World-Cup das größere Windsurf-Event haben – Föhr hat das originellere.

Gezeiten kennen keine Gnade mit Langschläfern

In einer Hinsicht wird der 38. Föhr-Cup garantiert eine harte Angelegenheit: Die Gezeiten ließen nicht mit sich reden – in diesem Jahr müssen die Sportler früh raus. Der erste Start der dreitägigen Regatta ist für Donnerstag geplant, den Himmelfahrtstag, morgens um 9 Uhr. Am Freitag schickt Regatta-Leiter Hückstädt die Sportler um 10 Uhr auf die Strecke. An diesem Tag wird der Föhr-Cup erneut zum Multi-Sport-Event: Neben dem traditionellen Ein-Stunden- Windsurf-Rennen gibt es einen Slalomkurs für die Kitesurfer und ein Kursrennen für Katamarane.

Am Sonnabend startet der erste Lauf um 10.30 Uhr. „Ja“, räumt die Regattaleitung ein, „es geht morgens früh los.“ Aber insbesondere den angereisten älteren Herren aus den schleswig-holsteinischen Mittelzentren sei gesagt: „Seid dankbar! Wenn ihr früh aufs Wasser müsst, habt ihr hinterher mehr Zeit zum Kuchen essen.“

Regatta-Pokal für schnellste Runde

Der 38. Föhr-Cup klingt am Sonnabend mit der Siegerehrung aus. Und die endet in guter Tradition: Den mittlerweile historischen Regatta-Pokal gibt es für die schnellste während der drei Tage gefahrene Runde, weiteres Edelmetall erhalten in den Wertungsklassen Jugendliche, Erwachsene und Master (ab 40).

Während der Regatta-Tage ist am Strand für alles gesorgt: Tische, Bänke, Gegrilltes, Strand-Mode, Musik – und etwas gegen die erwähnte Gefahr des Flüssigkeitsmangels. Es ist eben nicht nur die Regatta, die die Sportler seit Jahrzehnten zu Himmelfahrt auf die Insel zieht. Es sind auch die lockere Stimmung und das typische Nordsee-Flair.

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