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Auf Föhr : Süderende in der Vorreiter-Rolle

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Mit klarer Mehrheit haben sich die Gemeindevertreter für eine einheitliche Kurabgabe ausgesprochen und die Satzungsänderung durchgewunken.

von
erstellt am 09.Jun.2016 | 14:30 Uhr

Als erste Gemeinde hat Süderende einer Satzungsänderung zugestimmt, deren Ziel es ist, die Kurabgabe auf Föhr zu vereinheitlichen. Zweieinhalb Stunden hatte die Sitzung der Gemeindevertreter gedauert, zu der auch Heinrich Feddersen vom Amt Föhr-Amrum eingeladen war. Der Steuerfachmann gab einen ausführlichen Überblick über den Status Quo und die zu erwartenden Vorteile, die die geplante Änderung mit sich brächte. Und Feddersen schien den richtigen Ton getroffen zu haben, denn am Ende des Tages stimmten die Kommunalpolitiker mit 6 Ja- und einer Nein-Stimme für die geplanten inselweiten Änderungen.

Die sehen wie auf Amrum einen einheitlichen Kurabgabesatz in Höhe von 2,60 Euro in der Haupt- und 1,30 Euro in der Nebensaison sowie eine Jahrespauschale in Höhe von 78 Euro vor. Die Hauptsaison soll künftig bereits am 1. März statt wie bisher am 1. April beginnen. Im Ergebnis stünden nach Feddersens Berechnung Mehreinnahmen von rund einer halben Million Euro. Gemeinden, in denen es zu einer Überfinanzierung kommt, könnten diese unzulässigen Einnahmen als Ausgleichszahlungen auf die übrigen Gemeinden verteilen.

Für Süderendes Bürgermeister Christian Roeloffs eine wichtige Entscheidung mit den richtigen Signalen. „Die Änderung ist für unsere Gemeinde sinnvoll. Wir müssen nicht mehr so viel aus der eigenen Kasse zahlen und können die Tourismusabgabe senken.“ Auch habe in der Sitzung Einigkeit darüber geherrscht, dass eine Vereinheitlichung als klares Signal nach vorn gut wäre. „Eine Einstellung, die sich im Abstimmungsergebnis widerspiegelt.“

Als sehr konstruktive Runde, in der viele Fragen beantwortet wurden, bezeichnete der Bürgermeister die Sitzung. Der Heinrich Feddersen für dessen gute Präsentation lobte, die das komplexe Thema sehr anschaulich vermittelt habe. Dies gelte insbesondere für die immer wiederkehrenden Fragen rund um den finanziellen Ausgleich für inselweit wirkende Tourismusaufwendungen.

Die Reaktionen aus den anderen Gemeinden seien durchweg positiv gewesen, berichtet Christian Roeloffs. Ob die Entscheidung eine Signalwirkung auf die übrigen Gemeinden hat, bleibt abzuwarten. Bereits heute Abend (19.30 Uhr, Sitzungssaal der Amtsverwaltung) könnten Wyks Stadtvertreter nachziehen. Eventuell mit einer Einschränkung: In der Vorberatung im Finanzausschuss war aus den Reihen der SPD-Fraktion angeregt worden, die mögliche Einführung einer Gebühr für Papiermeldescheine aus dem Satzungsentwurf zu streichen.

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