Schlechte Aussichten : Sturmwarnung für Nordfriesland

Bei Sturmböen bis zu 100 Stundenkilometern ist die Gefahr durch umstürzende Bäume groß.
Bei Sturmböen bis zu 100 Stundenkilometern ist die Gefahr durch umstürzende Bäume groß.

Wind in Böen bis Stärke zehn angekündigt: Dorffest in Boldixum wurde abgesagt. Utersum und Norddorf entscheiden erst heute.

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25. Juli 2015, 08:00 Uhr

Es wird ungemütlich: Die Meteorologen kündigen für das Wochenende ein schweres Sturmtief an, das von den Niederlanden bis zur Ostsee zieht und auch Föhr und Amrum nicht verschonen soll. Mit 60 bis 80 Stundenkilometern soll der Wind blasen, der heute Nacht in Böen Windstärke zehn erreichen kann.

Bei schweren Sturmböen mit bis zu 100 Stundenkilometern besteht erhöhte Baumsturz-Gefahr in Wäldern, die unbedingt gemieden werden sollten. Dazu erwarten die Experten heftige Schauer und Gewitter und sagen bereits für den heutigen Sonnabend starken Regen bei Temperaturen bis 19 Grad voraus. Diese sollen morgen lediglich 16 Grad erreichen.

Bei der Wyker Dampfschiffs-Reederei sieht man der Wetterlage ebenso gelassen entgegen wie beim Wyker Hafenbetrieb. Wind ja, Sturmflut nein, lautet hier die Prognose. „Hochwasser ist in Wyk um 21 Uhr, etwa um diese Zeit dürfte auch der Wind zunehmen“, rechnet Gerd Jakobsen erst in der Nacht mit bis zu neun Windstärken und in der Folge lediglich mit einigen umgestürzten Strandkörben.

Größere Sorgen haben dagegen die Veranstalter der geplanten Dorffeste. In Boldixum, wo die Feierlichkeiten mit einem Trachtentreffen einhergehen sollten, sagten die Initiatoren die Veranstaltung nach langen Überlegungen ganz ab. Viele Aktivitäten sollten hier in Zelten stattfinden, die bei den angekündigten Windstärken nicht aufgebaut werden dürfen. Zudem, berichtet Gerd Jakobsen, hätten auch die Trachtenträger ihre Bedenken angemeldet, deren kostbare Kleidung bei dem durch den Regen aufgeweichten Boden erheblichen Schaden nehmen könnte.

Utersums Bürgermeister Joachim Lorenzen wollte das für heute geplante Sommerfest dagegen noch nicht absagen, der hofft, „dass der Sturm vielleicht an uns vorbeigeht“. Man habe in der Gemeinde diskutiert und wolle die Entscheidung erst heute Vormittag treffen, so das Gemeindeoberhaupt. Auch vor dem Hintergrund, dass in Utersum die Strandkorbhalle genutzt wird und lediglich ein Zelt abgebaut werden müsste.

Stattfinden soll heute Nachmittag auch das Dorffest in Norddorf. Allerdings in abgespeckter Form. So wird auf den Aufbau der Sommerbühne verzichtet und auch einige Standbesitzer haben ihre Teilnahme abgesagt. Gefeiert werden soll aber, so es irgend geht, auf jeden Fall im Ortskern.

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