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Treffen auf Föhr : Streit schlichten und Gerichte entlasten

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Derzeit sind 103 Schiedsfrauen und Schiedsmännern in der Bezirksvereinigung Flensburg tätig. 40 von ihnen kamen zur Jahresversammlung in Wyk.

„Schlichten statt Richten“ lautet das Motto von Schiedsfrauen und Schiedsmännern, die ehrenamtlich und unter Aufsicht des zuständigen Amtsgerichtes tätig werden. Sie stellen eine vorgerichtliche Instanz dar, um typischerweise nachbarschaftliche Streitigkeiten zu schlichten, damit diese gar nicht erst vor Gericht ausgetragen werden.

Für alle Beteiligten ist dies meist der kostengünstigere Weg, der zudem die Amtsgerichte entlastet. Die Städte, Ämter und Gemeinden benennen in einem öffentlichen Wahlverfahren eine Schiedsperson sowie einen Stellvertreter pro 5000 Einwohner. Für Amrum ist Heino Zell zuständig, dessen Stellvertreter noch benannt werden soll. In Wyk arbeiten Professor Alexandra Albrand und Dr. Marion Svendsen und auf Föhr-Land sind es Magnus Pedersen und Dieter Paape.

In der gesamten Bezirksvereinigung Flensburg sind zur Zeit 103 Schiedsfrauen und Schiedsmänner einschließlich deren Stellvertreter in den Kreisen Nordfriesland, Schleswig-Flensburg und der Stadt Flensburg tätig. Die diesjährige Jahresversammlung fand nun auf Föhr statt und der Vorsitzende Christian Carstensen aus Ellhöft konnte knapp 40 Mitstreiter im Wyker Kurgartensaal begrüßen. Neben den üblichen Regularien stand auch ein Fachvortrag zum Schlichtungsverfahren in Strafsachen auf dem Programm, der von Dr. Claus Hess, dem Direktor des Amtsgerichtes Niebüll, gehalten wurde.

Am Nachmittag konnten die Teilnehmer dann bei einer Inselrundfahrt mit dem Bus, zu der die Stadt Wyk und das Amt Föhr-Amrum eingeladen hatten, die vielfältigen Seiten der Insel entdecken. „Bei uns gibt es relativ wenig zu tun“, antwortete Dieter Paape auf Nachfrage und fuhr fort: „Hier lebt wohl ein eher friedliebendes Volk“.

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