Bauausschuss Wyk : Stockmannsweg wird Erlebnispromenade

Die Wiedervorlage der Planungen des Neustädter Ingenieurbüros überzeugten im Bauauschuss. Uneins war man sich aber bei Auto-Stellplätzen.

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08. Mai 2009, 11:04 Uhr

Wyk | Ist es sinnvoll am geplanten neuen Stockmannsweg möglichst viele oder kaum PKW-Stellplätze vorzusehen? Diese Frage bewegte die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses in ihrer jüngsten Sitzung. Wie ausführlich berichtet, soll der Bereich zwischen Badestraße und Parkstraße zu einer "Erlebnispromenade" umgestaltet werden.

Mit der Planung beauftragt ist das Neustädter Ingenieurbüro Benthien, für das Arend Schäfer die in der vorigen Zusammenkunft geäußerten Änderungswünsche in die Planungen eingepflegt hat. "Wir befinden uns in der Genehmigungsphase", erläuterte Schäfer, dass inzwischen Vorgespräche mit den zuständigen Behörden stattgefunden hätten. Und diese seien positiv verlaufen. "Die Genehmigung wurde uns in Aussicht gestellt."
Eine Straße für alle Verkehrsteilnehmer

Detailliert erläuterte der Planer, wie der Bereich Gmelin- Ecke Badestraße ("Gmelinplatz") inklusive des neuen "Südstrandbalkons" einmal aussehen könnte. Zudem würden hinter dem Gebäude Badestraße 111 rund 40 Stellplätze entstehen.

Im weiteren (dann geschwungenen) Verlauf des Stockmannsweg, der eine Pflasterung erhält und auf dem künftig Fußweg und Fahrbahn nicht mehr getrennt verlaufen würden, finden sich zwei Aussichtsdecks sowie eine "Dünentribüne" die auf einen "Surferplatz" mündet. Ein weiterer Hingucker dürfte die Liegehalle samt großer Terrasse nach Vorbild aus der Zeit des Sanitätsrats Dr. Gmelin (um 1920) sein.
Keine Wohnmobile im Erlebniswald

Mit einbezogen wurde wunschgemäß auch das Wäldchen. "Hier soll ein Erlebniswald mit hochwertigen Geräten entstehen", erläuterte Schäfer, der sich vorstellen konnte, dort auch bis zu zehn Plätze für Wohnmobile unterzubringen. Doch dies wurde mit sieben Nein-, zwei Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen abgelehnt. Als es dann darum ging, im Stockmannsweg mehr als die neun regulären und zwei PKW-Stellplätze für Rollstuhlfahrer vorzusehen, schlugen sich auch die beiden "Enthalter" noch auf die Seite der Stellplatzgegner, so dass einizig die beiden SPD-Vertreter Annemarie Linneweber und Peter Schaper dafür votierten.

Die unvermeidliche "Gretchenfrage" stellte dann CDU-Vertreter Paul Raffelhüschen: "Wie sieht ihre Kostenschätzung aus?" Diese bezifferte Schäfer dann auf 1,15 Millionen Euro netto. "Und wieviel würde davon bezuschusst werden", war dann die logische Nachfrage, die von Dirk Hartmann (Grüne) kam. Hier stellte der Planer 50 bis 70 Prozent in Aussicht, erklärte etwa, dass Straßenbau nicht förderfähig wäre, wohl aber der Bau einer Promenade. Dies entlockte der Ausschuss-Vorsitzenden Dr. Silke Ofterdinger-Daegel eine Schlussfolgerung: "Dann sprechen wir künftig nicht mehr über den Stockmannsweg, sondern nur noch über die Erlebnispromenade." Am Ende votierten die Politiker dafür, die Genehmigungsplanung fortzusetzen.

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