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Wyker Nationalparkhalle : Stimmung erst im zweiten Anlauf

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Beim Lake-Konzert wollte der Funke lange nicht richtig überspringen. Trotzdem hat es der Band auf Föhr gefallen.

Platzangst musste keiner haben, als am Pfingstsonnabend Lake in der Nationalparkhalle ihr Konzert gab, denn mit etwa 200 Fans der Rockband war die Halle nicht gerade üppig gefüllt. Für Gitarrist Alex Conti spielte dies an diesem Abend aber keine Rolle: „Die Stimmung war sehr gut und bei dem Wetter bin ich schon froh, dass überhaupt welche gekommen sind.“

Mit seiner Band spielte er Stücke aus deren Hoch-Zeiten in den 1970-er Jahren, hatte aber auch neue Lieder im Programm. Mit dieser Mischung kam die Gruppe beim Publikum an: „Gute Musiker und die Stimmung ist Bombe“, resümierte Zuhörerin Cornelia Hartung. Und für Britta Dombrewski war es nicht das erste, aber eines der besten Lake-Konzerte: „Alles ist super, die Musik, die Leute. Es erinnert einen an die Jugend“

Dabei schien es zuerst so, als wolle sich die Feierlaune nicht richtig einstellen: Nach zwei neueren Stücken zu Beginn wurde in den ersten Reihen zwar schon ordentlich getanzt, in der hinteren Hälfte der Nationalparkhalle wippten die Leute aber nur ein wenig mit den Füßen. Das änderte sich ein bisschen mit dem ersten großen Hit des Abends – „On the run“ aus dem Jahr 1976. Zur Pause fiel der Jubel nicht wirklich frenetisch aus. Dies mag dabei nicht an der Musik, sondern eher an der Performance der Bandmitglieder gelegen haben, denn bis auf den Keyboarder Jens Skwirblies, der mit seiner Hammond-Orgel geradezu verschmolz, herrschte auf der Bühne nicht viel Bewegung.

Dies änderte sich auch in der zweiten Hälfte des Konzertes nicht, die Stimmung wurde aber trotzdem immer besser. Dies lag an Stücken wie „Dancing with Steve“ oder auch „Wings of Freedom“ von der aktuellen Platte, die durch ihr schnelleres Tempo und den härteren Sound Leben auch in die hinteren Reihen des Publikums brachten. Den emotionalen Höhepunkt des Abends gab es bei der Ballade „Jesus came down“, die Alex Conti dem bereits verstorbenen ehemaligen Sänger James Hopkins-Harrison widmete.

Den krönenden Abschluss des Abends machte „Say you will“, und spätestens hier wachten auch die letzten Zuhörer auf. Auch in die hinteren Reihen kam nun Bewegung, als Ian Cussick mit seiner rauen Stimme das Publikum anheizte und Contis Gitarrensoli Extrajubel auslösten. Die Band, die durch Holger Trull am Bass und Mickie Stickdorn am Schlagzeug komplettiert wurde, belohnte den langen Applaus mit zwei Zugaben.

Für Lake war es nicht das erste Konzert auf Föhr, vorher hatten die Musiker bereits mehrere Male im intimeren „Erdbeerparadies“ gespielt und vor einigen Jahren sogar ein Open-Air-Konzert gegeben. Für Alex Conti hat die Insellage dabei einen besonderen Reiz: „Die Insel ist einfach wunderbar. Und bereits das Ambiente bei der Überfahrt ist etwas ganz Besonderes.“

Wann die fünf Musiker das nächste Mal nach Föhr kommen, steht noch nicht fest. Alex Conti stellte jedoch klar: „Wir kommen wieder!“ Dann vielleicht sogar mit einem neuen Album, denn nachdem „Wings of Freedom“ zuletzt in verschiedenen Versionen erschien, dürfen sich die Fans 2017 auf eine neue Platte freuen, so Conti. Vielleicht lockt das dann ja mehr Zuschauer in die Nationalparkhalle.

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