wyker dampfschiffs-reederei : Steigerungen lassen auf sich warten

Der Wyker Hafen verbuchte traditionell das höchste Fahrgast-Aufkommen.
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Der Wyker Hafen verbuchte traditionell das höchste Fahrgast-Aufkommen.

Die Beförderungszahlen der Reederei waren auch 2013 rückläufig. Wiederum blieb die WDR weit hinter der Rekordmarke von 1993 zurück, als 2,2 Millionen Passagiere befördert worden waren.

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10. März 2014, 13:45 Uhr

Erfreuliche Zahlen bescherte die diesjährige Biike der Wyker Dampfschiffs-Reederei: 5387 Personen wurden nach Föhr und Amrum befördert, im Vorjahr waren es lediglich 3082. Eine Zahl, die der WDR-Geschäftsführer Axel Meynköhn im kommenden Jahr zu steigern hofft, wenn das Traditionsfeuer an der Nordseeküste an einem Sonnabend lodern wird.

Bezogen auf das Jahr 2013 hoffte der Reederei-Chef allerdings vergeblich auf Steigerungen. Ohnehin hatte das Wetter im ersten Halbjahr für ernüchterne Zahlen gesorgt und, so Meynköhn, „lediglich das Sommerwetter im Juli und August Schlimmeres verhindert“. Wiederum blieb die WDR weit hinter der Rekordmarke von 1993 zurück, als 2,2 Millionen Passagiere befördert worden waren. Und wiederum wurde die angestrebte Zahl von 1,8 Millionen Menschen nicht „geknackt“. „Die Menschen kommen halt nur im Sommer nach Föhr und Amrum“, zeigt sich Meynköhn skeptisch, das ausgegebene Ziel in den kommenden Jahren zu erreichen.

„Stagnation seit 1993, leicht rückläufige Zahlen in 2012 und 2013“, so das Fazit des Reederei-Chefs. Gut 1,7 Millionen Menschen (minus 2,35 Prozent) hat die WDR im vergangenen Jahr zwischen Dagebüll und den Insel befördert, mehr als 290 000 Autos (plus 0,49 Prozent) und knapp 36 000 Lastwagen (plus 0,35 Prozent).

Die überwiegende Zahl der Fährgäste nahm Kurs auf den Wyker Hafen. Auch hier ist mit rund 1,14 Millionen Beförderungen ein Minus zu verzeichnen (2,29 Prozent); aufsteigend ist die Tendenz dagegen bei den Autos (208 400, plus 0,61 Prozent) und Lastwagen (knapp 27 600, plus 0,98 Prozent).

Auch auf Amrum, wo die Entwicklung in den vergangenen zwei Jahren positiv war, sind die Zahlen rückläufig. Annähernd 465 000 Fahrgäste entsprechen einem Minus von 0,72 Prozent, und auch Lastwagen wurden weniger zwischen Dagebüll und Wittdün transportiert (7830, minus 1,37 Prozent). Im dritten Jahr positiv entwickelte sich dagegen der Autoverkehr: Rund 77 500 Kraftfahrzeuge waren an Bord und damit ein Plus von 0,75 Prozent.

Wie bereits in den vergangenen Jahren war der Verkehr zwischen Föhr und Amrum auch 2013 deutlich rückläufig. So entsprechen knapp 130 000 Personen einem Rückgang um 8,18 Prozent. Ähnlich hoch ist die Verringerung bei den Autos, von den gut 4600 und damit 8,21 Prozent weniger als in 2012 Wittdün ansteuerten. Moderater liest sich die Zahl bei den Lastwagen, hier waren 524 und damit 5,59 Prozent weniger als im Vorjahr zwischen Dagebüll und Amrum unterwegs.

Einen positiven Abschluss fand das Thema Seiteneinstiege, die scheinbar endlosen Pannenserien der Fußgängerbrücken gehören der Vergangenheit an. Zufrieden sind Besatzung und Passagiere gleichermaßen, von denen die Trennung von Personen und Kraftfahrzeugen überwiegend positiv angenommen wird.

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