Föhr : Stationen eines Dichterlebens

Die Referentin trug auch einge Texte des Husumers vor.
Foto:
Die Referentin trug auch einge Texte des Husumers vor.

Die Oldsumerin Ingke Wolff gestaltete einen interessanten Nachmittag. Sie berichtete über Theodor Storm.

shz.de von
04. Januar 2018, 18:00 Uhr

2017 jährte sich der Geburtstag Theodor Storms zum 200. Mal – Anlass für die Föhrer Volkshochschule, in ihrer Veranstaltungsreihe „Nordfriesischer Lebensraum“ dem aus Husum stammenden Dichter einen Nachmittag zu widmen. „Theodor Storm – sein Leben ein Gedicht?“ hatte Ingke Wolff ihren Vortrag überschrieben, in dem sie ganz besondere Momente in Storms Leben aufzeigte.

Fast 50 Gäste hatten sich bei nieseligem Wetter auf den Weg gemacht und hörten gespannt dem lebendig erzählten Vortrag über das Leben Theodor Storms zu, der am 14.September 1817 in Husum geboren wurde und am 4. Juli 1888 in Hanerau-Hademarschen starb.

Mit Fotos, Bildern und Dokumenten zeichnete Wolff kurzweilig und verständlich das Leben des Husumers nach und zeigte Zusammenhänge mit historischen Begebenheiten auf. Anhand einer Karte wurden die Stationen seines Lebens gezeigt: Husum, Hanerau-Hademarschen, Potsdam, Heiligenstadt, Husum und wieder Hanerau-Hademarschen.

Der Vater trieb Theodor Storm dazu an, als Broterwerb den Beruf des Juristen auszuüben, parallel dazu war er Schriftsteller und Lyriker. Er schrieb berühmte Novellen wie „Immensee“, „Pole Poppenspäler“ oder „Der Schimmelreiter“. Doch auch seine Kindermärchen „Der kleine Häwelmann“ und „Die Regentrude“ werden bis heute gelesen, ebenso Gedichte wie „Die Stadt“, mit dem er seiner Heimat Husum ein Denkmal setzte, oder „Meeresstrand“.

Einige dieser Gedichte rezitierte Ingke Wolff. Manch ein Gast bewegte dazu seine Lippen, sprach leise mit, weil er sich an die Verse möglicherweise aus seiner Schulzeit erinnerte.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen