Konzept Föhr-Tourismus : Startschuss für den "Angriff" auf Best Ager

Um die über 50-Jährigen wollen sich die Marketing-Strategen künftig verschärft bemühen. Foto: pk
Um die über 50-Jährigen wollen sich die Marketing-Strategen künftig verschärft bemühen. Foto: pk

Unter Einbindung der insularen Leistungsanbieter soll nun die neue Marketing-Strategie umgesetzt werden. Nach umfangreichen Vorarbeiten machen Föhr-Tourismus GmbH und "Project M" ernst.

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30. Januar 2009, 10:48 Uhr

Föhr | Es ist verdächtig ruhig gewesen, seit die Föhr Tourismus GmbH (FTG) und die Marketing-Beratungsfirma "Project M" in Workshops zusammen mit zahlreichen Insulanern - wie ausführlich berichtet - ein neues Vermarktungskonzept für die Insel erarbeitet haben.

Geht es nach FTG-Geschäftsführer Armin Korok war dies allerdings die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Denn nun fiel der Startschuss zur Umsetzung des Programms. "Wir haben in den vergangenen Wochen intensiv an den insularen Netzwerken gearbeitet", erklärte der Tourismus-Manager im Pressegespäch, dass hinter den Kulissen eifrigst recherchiert wurde.

Nicht weniger als 478 Föhrer Leistungsanbieter wurden bei dieser Bestandsanalyse erfasst und den fünf Themenbereichen der Neuausrichtung "Gesundheit und Wohlfühlen", "Genuss und Kulinarik", "Aktiv und Sport", "Familie" und "Kultur" zugeordnet.
Konzept umsetzen und bei Best Agern werben

Diese Anbieternetzwerke wiederum sollen aktiv an der Konzept-Umsetzung mitwirken. Dass die FTG eine weitere Mitarbeiterin einstellt und die Geschäftsräume in der Feldstraße erweitert, sind weitere Belege dafür, dass es nun "in medias res" geht.

Dabei lösen bekanntlich künftig die sogenannten "Best Ager", also die über 50-Jährigen, die Familien mit Kindern im Fokus der Marketing-Experten ab. "Für diese Zielgruppe wollen wir Reiseanlässe schaffen", formulierte Korok. Zudem soll künftig gezielter geworben werden und weniger nach dem "Gießkannenprinzip". "Diese Reiseanlässe wollen wir gemeinsam entwickeln und auch zusammen die Marketingmaßnahmen umsetzten", so der FTG-Chef weiter.
2. April: Anbieter der Netzwerke treffen sich

Doch - grau ist alle Theorie - dies alles funktioniert eben nur, wenn die insularen Anbieter mitziehen, sich eng einbinden. Konkret soll dies neben der internen Arbeitsgruppe auf zwei Ebenen erfolgen. Zum einen findet am 2. April eine Veranstaltung statt, zu der sämtliche Anbieter der Netzwerke geladen werden. "Dort wollen wir informieren und Möglichkeiten aufzeigen, wie die Beteiligung aussehen kann und auch konkrete Vorschläge aus der Versammlung aufnehmen", beschrieb Diplom-Kaufmann Cornelius Obier, der Geschäftsführer des Lüneburger "Project M"-Büros, die Maßnahmen, die, so der Plan, bis zum Sommer festgezurrt sein sollen. "Kräftige Impulse" erhoffte sich Obier von der ganzheitlichen Ausrichtung auf die neue Zielgruppe.

Auf zweiter Ebene arbeitet ein Projektbeirat, zu dem neben dem FTG-Team sowie Obier und seiner Assistentin Larissa Kirmair acht Föhrer gehören. "Bei der Auswahl haben wir auf ein möglichst breites Spektrum geachtet", so Korok. Verschiedene Alters- und Anbietergruppen fanden ebenso Berücksichtigung wie Personen aus Wyk und Föhr-Land. "Ausgesuchte kreative Köpfe, die auch kritisch sein sollen", so der Tourismus-Chef weiter. Wer genau in diesem Gremium die Insulaner vertritt, wollte der FTG-Chef allerdings nicht verraten: "Es haben noch nicht alle zugesagt."
Herbstkampagne beginnt 2009/2010

"Die Umsetzung des Konzeptes soll bis zum Jahr 2012 erfolgen", prognostizierte Obier, der - beauftragt von der Föhr-Tourismus GmbH - das Projekt mit seinem Lüneburger Büro fachlich begleitet. Die ersten Ansätze für die Herbst-Kampagne sollen bereits zur Saison 2009/2010 realisiert sein.

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