zur Navigation springen

In Wyk : Starke Männer und springende Löwen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Der Kindergarten St. Nicolai beging sein 50-jähriges Bestehen mit einem großen Sommerfest. Dabei gab es eine lustige Zirkus-Aufführung.

Leuchtende Augen, ein breites Lächeln auf dem Gesicht: Nicht nur für die Kinder des Kindergartens St. Nicolai war es ein fröhlicher und bunter Sonntag-Nachmittag, der da in der Kita gefeiert wurde. Zum Feiern gab es auch allen Grund: Bereits seit 50 Jahren gibt es den Kindergarten, der zwar zur Kirchengemeinde St. Nicolai gehört, jedoch für alle Kinder geöffnet ist.

Im Mittelpunkt dieser besonderen Geburtstagsfeier stand eine Zirkusvorstellung der Jungen und Mädchen. Wie im echten Zirkus auch konnten dressierte Pferde bestaunt werden, sprangen Löwen durch einen Feuerring oder präsentierte der stärkste Mann der Welt stolz seine Muskeln. Zudem wurde über Planken balanciert, es wurden Seifenblasen ins Publikum gepustet und Giraffen durch die Manege im Innenhof der Kita geführt. Den Spaß konnte man den Kindern dabei ansehen, die meisten konnten von der Vorstellung nicht genug bekommen. Dementsprechend motiviert waren sie, als am Ende der Aufführung im großen Finale gemeinsam getanzt wurde.

Die Zirkusvorstellung war nur der Auftakt zum großen Sommerfest. Auch danach gab es für die Schulkinder von morgen viel Spiel und Spaß, zum Beispiel beim Dosenwerfen oder auch beim Edelsteinsuchen im Sandkasten.

Doch nicht nur für die Generation von morgen war es ein großartiger Tag: Auch für ehemalige Kita-Kinder war es eine gute Gelegenheit, in Erinnerungen zu schwelgen und in den ausliegenden Fotoalben nach Fotos von sich selbst zu suchen.

Ganz weit in die Geschichte zurückgeblickt wurde bereits am Sonntagmittag. Nach einem fröhlichen und abwechslungsreichen Gottesdienst in der St.-Nicolai-Kirche erinnerte die aktuelle Kita-Leiterin Klaudia Hobje an den langen Kampf um die Einrichtung. Hildegard Jürgensen, die sich vor 50 Jahren für den Kindergarten stark gemacht hat, schilderte die anfänglichen Widerstände von Jugendamt und Stadt und wie sie schließlich auf eigene Initiative hin eine Kinderbetreuung anbot. Hobje, die seit 2003 an der Spitze des Kindergarten steht, hob außerdem die Rolle von Margot Melzer hervor, die an Jürgensens Seite im Kirchenvorstand für das gemeinsame Ziel gekämpft hat.

Dass sich das Engagement vor fünf Jahrzehnten gelohnt hat, wird an der heutigen Bilanz des Kindergartens deutlich: Etwa 70 Kinder vom Kleinkind- bis zum Vorschulalter werden von zwölf Erziehern betreut und der Bedarf ist steigend. Nach einem Anbau für die beiden Krippengruppen im Jahr 2011 und dem Erwerb zweier Nachbargrundstücke für Spielplätze wird nun sogar über eine Erweiterung der Küche nachgedacht, die einfach zu klein für ein gemeinsames Mittagessen von 50 Kindern sei. Der Wyker Bürgermeister Paul Raffelhüschen versprach, über den Anbau zu reden.

Auch sonst wird viel für die Kinder getan, von Friesisch-Kursen über Sprachförderung bis hin zu einer Amrum-Fahrt der Vorschulkinder. „Der Besuch bei der Feuerwehr und der Polizei ist für die Kleinen immer das Größte“, erklärt Hobje. Wie Raffelhüschen auch unterstreicht sie vor allem die Arbeit der Erzieherinnen, die den Kindern durchgehend bis 17 Uhr eine Betreuung anbieten.

Für das Sommerfest vom Wochenende begannen die Planungen bereits vor einem Jahr, Ute Stenzel begann mit dem Training für die Zirkusvorstellung im Februar: „Die Kinder hatten viel Spaß bei den Proben und waren alle motiviert.“ Und dass ihre Arbeit Früchte trug, konnte man in den Gesichtern der Kinder, aber auch in den Blicken der Erwachsenen ablesen, die sehr stolz auf ihre Kleinen waren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen