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Insel-Bote

23. August 2017 | 18:20 Uhr

Fracking : Stadt will gehört werden

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Auch im Norden Nordfrieslands droht die Aufsuchung oder Förderung von Kohlenwasserstoffen (Fracking). Wyk fordert die Beteilung an Genehmigungsverfahren.

Die Stadt Wyk ist schon seit einigen Jahren Mitglied der Bürgerinitiative „Kein CO2-Endlager“. Und so fiel es den Stadtvertretern in ihrer jüngsten Sitzung nicht schwer, einstimmig ein Angebot dieser Initiative anzunehmen und mit einem von dieser zur Verfügung gestellten Text zu fordern, dass Wyk bei eventuellen Genehmigungsverfahren zum Fracking gehört wird.

„Wenn eine Erlaubnis zu Probebohrungen erteilt und etwas gefunden wird, ist klar, dass über unseren Kopf hinweg eine Erlaubnis erteilt wird, wenn wir uns als Kommune nicht dagegen stemmen“, warb die frischgebackene Stadtvertreterin der Grünen, Karin Köhler, darum, der Vorlage zuzustimmen.

In Schleswig-Holstein seien für mindestens 20 Prozent der Landesfläche Erlaubnisse und Bewilligungen zur Aufsuchung oder Förderung von Kohlenwasserstoffen (Fracking) beantragt und teilweise erteilt worden, heißt es in der Vorlage der Bürgerinitiative, weitere könnten folgen. Die Gemeinden hätten nach dem Bundesbergbaugesetz das Recht, vor einer Entscheidung über die Verleihung einer Bergbauberechtigung Gelegenheit zur Stellungnahme zu bekommen. Ausführlich hat die Bürgerinitiative in ihrem Schreiben die Stadt mit Argumenten gegen das Fracking versorgt, durch das Belange von Naturschutz und Landschaftspflege genauso berührt würden, wie die Planungshoheit der Kommunen.

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erstellt am 17.Jan.2014 | 20:32 Uhr

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