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Insel-Premiere : Sprachliche Bildung im Vorschulbereich

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die erste einrichtungsübergreifende Seminarreihe für Amrumer Pädagogen stößt auf große Resonanz.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2017 | 08:30 Uhr

Auf Initiative des Inselkindergartens findet in diesem Jahr erstmalig eine einrichtungsübergreifende pädagogische Fortbildungsreihe für Erzieherinnen und Erzieher auf Amrum statt. Es geht um die „sprachliche Bildung im Vorschulbereich“.

Die Fortbildung umfasst fünf Blockveranstaltungen über jeweils zwei Tage und die Teilnehmer schließen mit einem Zertifikat des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein ab. Die Veranstaltung wird durch das zuständige Schulamt unterstützt.

Das Angebot traf auf große Resonanz: 20 Amrumer Pädagoginnen, die an ganz unterschiedlicher Stelle im Vorschulbereich auf der Insel tätig sind (AOK-Nordseeklinik, Lebenshilfe Föhr-Amrum, die Kindergärten Flenerk Jongen und Bütjen Jongen, Fachklinik Satteldüne) treffen sich an fünf Wochenenden im Februar, März, November und Dezember in den Räumen der Öömrang Skuul, um sich von Freitag bis Sonnabendnachmittag intensiv mit Sprachförderung und Sprachschulung zu beschäftigen.

Christa Luy, Kreisfachbeauftragte für Sprachheilpädagogik des Schulamtes Nordfriesland, leitet die Seminarreihe, in der sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Übungen in Klein- und Großgruppen vermittelt werden. „Die praktische Erprobung spielerischer Sprachbildung ist fester Bestandteil der Veranstaltungen“, sagt Christa Luy, die als Sonderschullehrerin mit den Schwerpunkten Sprachheilpädagogik und Lernbehinderungen am Förderzentrum Pestalozzischule in Husum tätig ist.

„Es geht darum, den Kindern offen zu begegnen und ihren jeweiligen konkreten Bedarf zu erkennen.“ Um Sprachfreude zu entwickeln und Sprache bewusst zu erleben, würden alle Sinne angesprochen: sich bewegen, Matschen, Malen, Singen, Stampfen, Schmecken, Fühlen, Nachspüren. Die Selbsterfahrung der Seminarteilnehmer sei wichtig, um eigene Potenziale für Ausdruck, Sprache und Kommunikation zu erleben und weiter zu entwickeln.

Für eine fundierte Sprachförderung müsse man wissen, was man genau tut. Dazu gehöre neben den analytischen Grundlagen auch die Zuversicht in die eigene Sprachfähigkeit und Methodenkompetenz, um zu beurteilen, wie ein Kind optimal unterstützt werden kann. Gegebenenfalls folge dann ein Gespräch mit den Eltern über weitere Maßnahmen, erläutert Christa Luy den Ansatz der Weiterbildung. „Wir nehmen uns Zeit, um Erfahrungen auszutauschen und aktuelle Fragen zu besprechen.“ Das sei besonders reizvoll, da im Inselkindergarten und in den beiden großen Kliniken auf Amrum sehr viele und sehr unterschiedliche Kinder betreut würden und die Seminar-Teilnehmerinnen einen breiten Erfahrungsschatz mitbringen.

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