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Statistik 2014 : Sportboothafen profitiert vom Traumsommer

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Im vergangenen Jahr steuerten viele Freizeitkapitäne die Insel Föhr an. In Wyk stiegen weniger Schiffspassagiere aus, in Wittdün mehr.

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erstellt am 05.Mär.2015 | 11:45 Uhr

Immer weniger Menschen steuern die Insel Föhr an. Das verrät ein Blick in die Hafenstatistik für das vergangene Jahr. Denn die Anzahl der beförderten Personen ist 2014 erneut leicht zurückgegangen. Ein Trend, der sich seit der Jahrtausendwende fortsetzt. Wurden in den Jahren 1999 bis 2001 noch mehr als 1,45 Millionen Personen von und nach Föhr befördert, liegt diese Zahl im vergangen Jahr um 220  000 darunter. 614  578 Menschen sind voriges Jahr nach Föhr gefahren, 614  435 haben die Insel per Schiff verlassen – das sind rund zwei Prozent weniger als noch im Jahr 2013. Ausgenommen von den Rückgängen sind nach Auskunft des Wyker Hafenamtes die Beförderungszahlen im Ausflugsverkehr zu den benachbarten Insel und Halligen. Mit rund 50  000 beförderten Personen konnte eine Zahl erreicht werden, die seit einigen Jahren nicht so hoch war.

Nicht nur weniger Menschen haben die Insel angesteuert, auch bei den Autos und Lastwagen gab es ein Minus von rund zwei Prozent. Dafür wurden mit 25  251 sechs Prozent mehr Fahrräder nach Föhr transportiert – und exakt die gleich Zahl wieder zurück.

Die Tatsache, dass es im vergangenen Jahr keine größeren Straßen- und Deichbauprojekte auf der Insel gab, machte sich beim Umschlag im Binnenhafen bemerkbar. Hier wurden mit rund 19  000 Tonnen knapp 26,5 Prozent weniger eingeführt, als im Vorjahr. Ganz anders sah es bei der Ausfuhr aus: Hier vermeldet die Statistik ein Plus von stolzen 73,6 Prozent. Die Erhöhung der Ausfuhr ist, so berichten die beiden Hafenamts-Mitarbeiter Gerd Jakobsen und Norbert Fritsch, in erster Linie auf die verheerenden Stürme im Herbst 2013 zurückzuführen, die in den Inselwäldern gewütet hatten. Nach den daraufhin erforderlichen Rodungsarbeiten wurden im Januar und Februar rund 2400 Tonnen Holz abtransportiert – lediglich 500 Tonnen machte die restliche Güterausfuhr aus.

Mit 6404 haben fast fünf Prozent weniger Fähren den Wyker Hafen im vergangenen Jahr angesteuert oder verlassen. Doch das liegt nicht daran, dass die Wyker Dampfschiffs-Reederei ihren Fahrplan eingedampft hat. Vielmehr können die beiden neuen Fähren deutlich mehr Autos und Passagiere transportieren, so dass in Stoßzeiten weniger Zusatzschiffe eingesetzt werden müssen.

Die Anzahl der Bewegungen in der Handelsschifffahrt ist um 25 Prozent auf 181 gestiegen, obwohl weniger transportiert wurde. Dies liegt – so heißt es im Bericht des Hafenamtes – daran, dass insgesamt weniger beladene, aber mehr leere Frachtschiffe den Wyker Hafen angelaufen haben – auch weil ein Föhrer Schiffseigner im letzten Jahr mehr Aufträge auf den Halligen hatte, unter anderem bei der Erhöhung des Oland-Damms.

Einen Rückgang um fast 27 Prozent gab es bei den Fischereifahrzeugen. Hier handelt es sich laut Hafenamt ausschließlich um Muschelkutter, die Liegezeit im Wyker Hafen verbringen. „Aufgrund der Nähe zu den bewirtschafteten Muschelkulturen wird der Hafen Hörnum von diesen Fahrzeugen überwiegend benutzt“, berichten Fritsch und Jakobsen. In den kommenden Jahren sei da keine Trendwende zu erwarten.

Ein sattes Plus von 26,4 Prozent konnte dagegen im Traumsommer 2014 der Wyker Sportboothafen verzeichnen. 909 Boote steuerten ihn an – Dank der stabil guten Witterung in den Ferienmonaten.

Während 2014 weniger Menschen mit dem Schiff nach Föhr fuhren, kamen mehr Passagiere nach Amrum. 389  062 gegenüber 335  000 im Vorjahr lautet die Bilanz des Chefs der Amrumer Versorgungsbetriebe, Norbert Gades. Bei Autos (40  375), Lastwagen (4182) und Fahrrädern (18  556) gab es dagegen keine nennenswerten Unterschiede. Die Gütereinfuhr lag mit 16  400 Tonnen deutlich über der des letzten Jahres (7400 Tonnen), ausgeführt wurden von der Insel Amrum 2014 laut Gades keine Waren. 3903 Fähren legten in Wittdün an- und ab, sowie 2815 Ausflugs- und 13 Frachtschiffe.

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