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aktion: menschen des jahres : Sperrgutbasar: Weit mehr als ein Umweltprojekt

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Über Jahre waren Usche Meuche und Renate Sieck nicht nur das „Dreamteam“ der Grünen, sondern auch als resolute „Mütter“ des Sperrgutbasars ein unschlagbares Gespann.

Über Jahre waren Usche Meuche und Renate Sieck nicht nur das „Dreamteam“ der Grünen in der Stadtvertretung, sondern auch als resolute „Mütter“ des Sperrgutbasars ein unschlagbares Gespann. Der Sperrgutbasar, das ist eine einfache Idee, die Sieck im Jahr 1992 von einer Berlin-Reise mitbrachte: Möbelstücke und Haushaltsgegenstände, die man selbst nicht mehr gebrauchen kann, die aber noch einwandfrei sind, werden dort abgegeben und können von anderen Menschen kostenlos mitgenommen werden. Ein Beitrag zur Müllvermeidung, „weil auf Föhr immer so viel Sperrmüll vor den Türen stand“, erinnert sich die Initiatorin, die nicht nur in Usche Meuche gleich eine Mitstreiterin fand, sondern auch bei der Stadt offene Türen einlief.

Zunächst war der Basar in der alten Feuerwache, dem heutigen Jugendzentrum untergebracht, „und schon am Eröffnungstag war viel los“, so Sieck. Im Mai 1996 konnte die Halle neben der öffentlichen Waage eingeweiht werden, für die die Stadt dem Bund für Umwelt und Naturschutz als Träger das Grundstück zur Verfügung gestellt hatte. Dort herrscht seither jeden Mittwoch und Freitag nachmittags Hochbetrieb. „Das Sperrmüllaufkommen auf der Insel hat sich seit es uns gibt um 49 Prozent verringert“, weiß Sieck. Anfangs landete nur Sperr-„Müll“ im Basar, bis Usche Meuche die Idee hatte, auch Kleidungsstücke anzunehmen. „Was hier nicht geht und noch gut erhalten ist, schicken wir dann nach Siebenbürgen“, berichtet die 76-Jährige, die bereits seit vielen Jahren Hilfstransporte in diese Region organisiert.

Längst ist aus dem Sperrgutbasar viel mehr als ein Umschlagplatz geworden. Er hat sich zum Treffpunkt für Jung und Alt entwickelt, zur Anlaufstelle für Menschen, die sonst kaum Kontakte haben und auf einen Schnack bei Kaffee und Kuchen vorbeikommen. Usche Meuche musste sich inzwischen aus gesundheitlichen Gründen aus der aktiven Arbeit zurückziehen, doch die vier Jahre jüngere Renate Sieck hat ein engagiertes Team um sich geschart.

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erstellt am 17.Nov.2014 | 10:30 Uhr

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